Hi Leute,
aus gegebenem Anlass und weil ich mal wieder Bock auf eine ordentlich fetzige Diskussion habe, möchte ich folgende Aussage einer geschätzen Foristin mal zur Diskussion stellen:
Zitat:
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10km schnell laufen können auch menschen, die wenig trainieren und einfach talent haben. für gute HM und M-zeiten muss man einfach mehr tun und kann dementsprechend auch "stolzer" auf sich sein.
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Wobei sie anschließend noch deutlich gemacht hat, dass sie hier nicht vom Spitzensport spricht.
Zum einen stellt sich dabei erst mal die Frage: Was ist ein guter 10er, HM oder M? Wie misst man das? Ein Ansatz wäre, es in Bezug auf die Weltrekordzeit zu machen und zu sagen: Alles, was nicht mehr als 50% (oder 30% oder ...) langsamer ist, als der WR ist "gut". Das würde für die genannten Disziplinen dann folgendes bedeuten:
Code:
Strecke Weltbestzeit 50% 30%
10 00:26:44 00:40:06 00:34:45
HM 00:58:23 01:27:35 01:15:54
M 02:03:38 03:05:27 02:40:43
Also ich finde eigentlich die 30%-Zeiten durchaus "richtig gut" und auch die 50%-Zeiten schon mindestens "ziemlich gut".
Aber ist dieser Ansatz von "gut" zielführend und wirklich vergleichbar? Für einen 100m-Lauf würde dass dann ja bedeuten, dass man mit 13s oder gar 15s schon gut wäre. Ohne jetzt in den letzten 20 Jahren einen 100m-Lauf gemacht zu haben, würde ich zumindest 100m in 15s nicht für "gut" halten.
Und selbst wenn wir jetzt eine allgemeingültige Definition von "gut" hätten:
- Wie will ich messen/ermitteln, wie "schwer" es ist, eine gute Zeit zu laufen?
- Darf man auf eine Zeit stolzer sein, bloß weil man sie sich härter erarbeitet hat?
- Muss man für eine gute 10er Zeit wirklich weniger hart trainieren als für einen M?
- Ist "mehr" Training wirklich "härter"?
Fragen über Fragen, auf die ich auch so ohne Weiteres keine wirklich hart begründbare Antwort finde und die ich daher hier zur Diskussion stellen möchte.
Meine Meinung zum obigen Zitat ist jedoch momentan: Auch wenn es sicher leichter ist, einen 10er durchzulaufen als einen Marathon, so ist das Erreichen einer "guten" 10er-Zeit genau so hoch einzuschätzen wie das Erreichen einer guten Marathon-Zeit.
Was meint Ihr?