Meine Laufgeschichte fürs Archiv und zur allgemeinen Unterhaltung: Als Kind habe ich Leichtathletik trainiert, alles über 400 m fand ich aber viel zu lang. Irgendwann mit vielleicht 14 Jahren “mussten” wir einen 10 km Lauf mitmachen, fast ohne Vorbereitung. Das war Quälerei, ich konnte die Strecke natürlich nicht durchlaufen, war viel zu schnell unterwegs, hatte Seitenstechen, musste immer wieder Gehpausen machen, konnte danach mehrere Tage nur noch rückwärts die Treppen runter usw. (Zeit 0:54). Laufen über 400 m fand ich immer noch sehr doof.
2000 (ca.) habe ich dann angefangen das Laufen zu üben, um Kondition für meinen eigentlichen Sport zu bekommen. Ich bin dann immer so 30-40 min gelaufen. Das Tempo war zu hoch, denn ich wusste es nicht besser, ich bekam immer Seitenstechen. Irgendwann fand ich immerhin heraus wie ich das Seitenstechen relativ schnell loswerden konnte und hatte mehr und mehr Spaß am Laufen. Ungefähr 2003 bin ich dann mit einer Freundin zusammen gerannt. Sie hat mir gezeigt was langsam laufen heißt: Das waren dann gleich mal mehr als 90 min, völlig problemlos. Danach lief ich (un-)regelmäßig 0 bis 3 Mal pro Woche aus Spaß an der Freude. Beim Dresdenmarathon bin ich irgendwann mal die 10 km mitgerannt, die Sambamusiker waren toll! Das ging in gemütlichen 55 min. Zwischendurch habe ich die Freude am Skilanglauf wieder gefunden (die mir als Kind durch umfangreiche Familienausflüge auf Jahre hin gründlich ausgetrieben wurde.). Kinderbedingt gabs dann eine Laufpause von Herbst 2006 bis ca. Frühling 2009. Seitdem laufe ich 1-2 mal pro Woche, wenn es sich nicht gerade wieder ein Kinderkrippenvirus in meinem Körper bequem macht oder die Arbeit zu sehr stresst.
Derzeitiger Stand: Meine Schokoladenwampe provoziert anscheinend Fragen der Marke “Wann ist es denn soweit?” und die Kondition reicht gerade mal für ne reichliche Stunde Lauf-Quatschen (da geht auch mehr, aber das strengt ja dann richtig an).
Seit Ende letzten Jahres bin ich laufwütig. Dafür kann ich anscheinend auch mal 5:30 Uhr morgens aufstehen und im Schneckentempo durch den Schnee schlittern. Auslöser war das Skifahren. Ich bin vor der Kinderpause zwei Mal ein 50 km Skilanglaufrennen mitgefahren. Motivation: 50 km Skifahren ohne Gepäck, ohne sich um die Strecke kümmern zu müssen, mit Vollpension ist einfach mal herrlich. Jetzt ist meine Tochter omaübernachtungsreif und ich wollte wieder mitmachen. Dieses Mal hatte ich vorher schon ganz schönen Bammel. Mir war klar, dass es ein "paar" Defizite in Bezug auf Kondition und Kraft gab. So hat der Laufvirus mich in einer schwachen Stunde erwischt.
In virusbedingtem Übermut habe ich mir vorgenommen 2010 insgesamt 1000 km (das ist mehr als das Doppelte von 2009) zu rennen. Mein Liebster meint, ich soll mir mal realistische Ziele setzen. Nun gut, dachte ich, dann zähle ich eben die (sportlich gefahrenen) Skikilometer mit dazu. Stand vom 13. Januar: 136 km.