Steffny nennt in seinem Buch die 4 wichtigen Größen beim Training:
Reizintensität (Tempo)
Reizdauer
Reizdichte (Anzahl Einheiten /Woche)
Regeneration
Je geringer die Reizdichte und Reizdauer ist, umso höher darf die Reizintensität sein und umgekehrt.
Meine Erfahrung ist, dass ein körperlich gesunder Anfänger bei 3 Einheiten pro Woche unter 1h durchaus jeweils im Tempo laufen kann, bei dem das Sprechen mit anderen schon Probleme machen würde.
Wenn Du einen besonders langen Lauf machst, musst Du jedoch das Tempo drosseln.
Wenn Du sehr viele Läufe machst, musst Du auch im Schnitt langsamer laufen, es sei denn, die Läufe sind alle sehr kurz.
Generell kannst Du überprüfen, ob die vier wichtigen Trainingsgrößen in einem guten Verhältnis sind, indem Du deine Trainingsleistung beobachtest. Du solltest bei gleicher Anstrengung auf Dauer auf jeden Fall nicht langsamer werden. Eine Pulsuhr kann da helfen, die Anstrengung zu messen, aber der Puls hängt auch von sehr vielen Nebenbedingungen ab, weshalb man als Anfänger damit dann auch wieder nicht soviel anfangen kann.
Es gibt eine Rangfolge bei den Trainingsgrößen.
1. Reizdichte
2. Reizdauer
3. Reizintensität
Das bedeutet, man sollte zunächst versuchen öfter zu laufen (5 mal ist besser als 3 mal). Dann sollte man zumindest bei einer Einheit versuchen weiter zu laufen. Und schließlich sollte man auch Intensität ins Training bringen, wobei zwei intensive unmittelbar aufeineinaderfolgende Einheiten die Ausnahme sein sollten.
Hinter dieser Rangfolge steckt die Erkenntnis, dass die Anzahl der Wochenkm entscheidenden Einfluß auf die Laufleistung hat. Wer einzelne Läufe zu schnell oder zu weit läuft, muss zu lange regenerieren und verschenkt dadurch mögliche Trainingszeit.
All das ist aber natürlich immer auch mit deinem Terminkalender und deinen Zielen abzugleichen.