Hallo Betzebub,
lass Dich nicht verrückt machen. Ich habe im letzten Jahr "etwa" nach dem
Steffny-Plan für 3:29 trainiert und bis auf einmal nur drei Einheiten in der Woche geschafft.
Zwei Läufe über grob 10 km, mal schneller, mal langsamer, so wie
ich grad drauf war und am Wochenende dann die längeren Strecken, von
20 km bis 36 km gesteigert, auch die in einem für mich angenehmen Tempo.
Laut Steffny sollten ja 32 km reichen, was mir aber zu unsicher war. Deshalb hab
ich drei Läufe über etwa 35 km gemacht, auch die nicht zu langsam.
Damit wächst wohl auch das Selbstvertrauen.
Eine Woche war dann sogar Laufpause, weil die Sehne vom Rist zum Schienbein ziemlich schmerzte.
Nach dieser Woche hab ich meine HM-Bestzeit geschafft. Also manchmal ist weniger Training eher mehr ...
Vielleicht schaust Du mal in mein Tagebuch, da kannst Du meine Vorbereitung
nachlesen ...
Meine Tipps:
Schau auf Dein Gewicht, ich hatte bei 1,85 m auf 80 kg reduziert.
Teste das Tempo, das Du laufen willst, auf etwa 20 km und mach drei 35-km-Läufe.
Laufe taktisch klug, ich hatte mich beim M bis km 20 einfach an die Tempomacher
hingehängt und dann etwas mehr probiert ...

Alles Gute und nur nicht übertreiben ...

Gruß
Stefan
P.S. Kommen eben von einem richtigen "Frühlingslauf" zurück und da ist mir noch einiges eingefallen:
Versuche möglichst "ohne Kraft"zu laufen, dann reicht der Sprit länger. Also nicht kraftvoll abstoßen,
sondern so laufen, dass man auch auf Glatteis nicht ausrutscht.
Halte den Oberkörper möglichst in der gleichen Höhe , starke Auf- und Abbewegung bringt Dich nicht vorwärts
(schau über Pfosten auf das Gelände dahinter, wie stark es sich auf und ab bewegt ...).
Tritt leise auf, schweben statt trampeln schont auch die Gelenke ...

Laufe auf Strecken mit wechselndem Untergrund, die auch dem Auge was bieten
und hab ein zum Tempo passendes Lied im Kopf.

Tief einatmen und fest ausatmen, der Dreck muss raus ...
Und wenn Dir das Wetter mal zu schlecht ist oder Du keine Lust hast,
dann läufst Du eben nicht, was soll's ...