Jaypi, mir ging es letztens vor meinem Halbmarathon ähnlich. Ich hab 2 Wochen davor nochmal einen langen Lauf über 16km gemacht und fühlte mich am Ende ziemlich schwach und es war mir nicht ganz klar, wie ich dann noch weitere 5km hätte schaffen sollen. Ich hatte auch leichte Zweifel.
Beim Rennen hab ich dann geschaut, daß ich nicht zu flott loslaufe und von Anfang an regelmäßig trinke. Ich hab versucht ein gleichmäßiges Tempo zu laufen und mich auf leichteren Streckenabschnitten etwas zu erholen. Ab Kilometer 17 wurde es dann trotzdem etwas schwerer, aber ehrlich, der Gedanke aufzugeben kam mir gar nicht. Wenn man soweit gekommen ist, dann will man nur noch irgendwie ankommen. Die Zeit war mir dann völlig egal einfach nur irgendwie durchkommen. Und siehe da, auf dem letzten Kilometer ging es mir wieder besser und ich bin mit zügigen Schritten ins Stadion eingelaufen und hab gegrinst wie ein Honigkuchenpferd. Und die Zeit war trotzdem super, selbst die schweren Kilometer bin ich nur etwas langsamer gelaufen (auch wenn ich gefühlt gekrochen bin).
Alleine schon der Gedanke, daß man ja schon den größten Teil der Strecke hinter sich hat und man jetzt einfach nicht aufgeben kann, hat mir geholfen mich durchzubeißen.
Ich denke auch bei dir wird es den inneren Ehrgeiz geben, jetzt das letzte Stück nun auch noch zu schaffen. Gehe es nicht zu schnell an, hab Respekt aber keine Angst vor den letzten Kilometern und ich bin mir sicher du kommst durch.

Und wenn du ein Stück geen mußt, dann ist das eben so. Sieh es nicht als Schande, sondern als Regeneration für den weiteren Rennverlauf. Immer hübsch positiv denken.