So, mein Marathon-Comeback ist vollbracht: Zweieinhalb Jahre nach dem Berlin Marathon 2004, bei dem ich mich die letzten 12 KM mit Hüftproblemen über die letzten 12 KM quälte, bei KM 35 an dem unser Hotel lag (taktisch sehr ungeschickt, nicht zur Nachahmung empfohlen) fast ausgestiegen wäre und anschließend ein absolutes Seuchenjahr mit zwei hartnäckigen Verletzungen zu überstehen hatte, hatte ich mich Ende Oktober letzten Jahres entschlossen, mich mal wieder über die klassische Distanz zu wagen.
Bis Anfang April lief das Training absolut vorbildlich, dann bekam ich leider eine dicke Erlältung und anschließend wie jedes Jahr Heuschnupfen, der nach dem nicht vorhandenen Winter dieses Mal allerdings länger anhält als normal (auch jetzt ist er noch nicht ganz weg).
Resultat waren 1 1/2 Wochen Trainingspause, durch die ein geplanter langer Lauf über 32 KM wegfiel und der letzte geplante lange Kanten von 35 KM auf 25 KM verkürzt wurde, da ich danach absolut fertig war.

Daher hatte ich innerlich die angepeilten 3:45 fast schon abgehakt, wollte es aber dennoch riskieren. Beim Halbmarathon lag ich voll im Soll (1:52), mußte aber jeseits KM 30 Tempo rausnehmen und bin letztlich nach 3:52:02 Stunden im Ziel gewesen.
Mit dieser Zeit bin ich aber absolut zufrieden, da ich meine PB aus Berlin 2004 um fast exakt 11 Minuten verbessert habe und die Barriere Vier Stunden, die mich vor allem mental mehr beschäftigt und blockiert hat, gefallen ist.
Da geht noch was...
Wer übrigens einen gut organisierten Marathon mit schneller, attraktiver Strecke und vielen Zuschauern sucht, sollte D´dorf absolut in Betracht ziehen.
An vielen Stellen der Strecke steppt wirklich der Bär, vor allem auf der Königsallee, der Oberkasseler Brücke, die zweimal überquert wird, und im Zielbereich.
Richtig leer ist es ganz selten.
Und der Zieleinlauf auf der Rheinpromenade ist absolut traumhaft...

lg
Uwe (der sich heute ein Hefeweizen gönnt

)