Guten Abend zusammen,
ich bin soeben meine neue Bestdistanz von gut 20 km gelaufen (einen kleinen Applaus, bitte! DANKE!) und habe einige Fragen.
Mein Hintergrund: Ich trainiere seit etwa einem Jahr zwei Mal pro Woche Karate, wo ich konditions-mäßig ohne Probleme zurecht komme mich aber keineswegs schone. Laufen tue ich seit etwa 2 Jahren in immer regelmäßigeren Abständen – derzeit ein- bis zweimal pro Woche. Meine normale Distanz beträgt gut 12 km. Vor etwa zwei Wochen überkam es mich, nach der Hälfte der Strecke und so hängte ich noch 7,4 km (Außenalster HH, da gibt es irgendwann kein zurück mehr…) dran, womit ich dann auf knapp 18 km kam. Heute sah ich wieder grünes Licht und so musste nicht nur die Außenalster, sondern auch die Binnenalster herhalten. Das sind dann noch mal knapp 2 km, womit ich also bei bummeligen 20 km wäre. Wie lange ich gebraucht habe, weiß ich nicht genau. Ich schätze etwa 2 Stunden.
Ich habe heute normal gegessen, für meine Verhältnisse aber zu wenig getrunken und zwei Zigaretten geraucht (ich habe früher eine Schachtel am Tag weggeheizt, rauche nun aber „nur“ noch etwa 5 Zigaretten pro Woche).
Vor dem Lauf begann ich mit 15 Minuten dehnen und Gymnastik („Physio Tape“ kann ich übrigens sehr empfehlen; gerade auch die leichten Stärken).
Während des Laufens hatte ich hin und wieder leichte Schmerzen im Knie und die letzten ca. 2 km waren natürlich hart, hauptsächlich aber wegen der ermüdeten Beine. Meine Atmung (durch die Nase) war fast bis zu letzt gut.
Nach dem Laufen war die Atmung innerhalb weniger Minuten wieder auf normalem Niveau. Nach ein paar Minuten Pause, wurde dann wieder ziemlich genau 17 Minuten gedehnt und danach die Beine sehr heiß geduscht. Und ich habe natürlich sofort gesoffen wie ein Loch. 1,5 Liter Wasser in einer ¾ Stunde trinke ich eher selten. Außerdem aß ich Salat, 3 Eier und eine Magnesium Tablette. Nach mehr war mir nicht.
Und nun der Grund für diesen etwas längeren Bericht: Nach dem Dehnen bekam ich leichte Krämpfe in der Wade (deshalb Magnesium). Ich neige nicht zu Krämpfen und habe schon sehr lange keinen mehr gehabt. Wie kann ich das verhindern bzw. warum kommt das gerade jetzt?
Ich schwitzte für meine Verhältnisse kaum (beim Karate sieht das gaaanz anders aus…), sondern hatte eher trockenes Salz auf der Haut. Das war bei meinem ersten längeren Lauf genau so. An dem Tag habe ich aber normal getrunken. Dieses etwas skurrile Phänomen belastet mich nicht wirklich dolle aber ich fände interessant zu wissen, ob es dafür eine Erklärung gibt?
Ich war bis zwei Stunden nach dem Laufen tüddelich (Anm.: so sagt man in Hamburg wenn man neben der Spur ist …für die Bodenseepiraten…), wackelig auf den Beinen und hatte leichte Kopfschmerzen. Mein Puls war eine Stunde nach dem Lauf bei 85, also normal. Jetzt, 4 Stunden nach dem Laufen, geht es mir wieder gut, ich fühle mich wohl, danke – kurz: wie erschöpft darf man sein?
Und dann noch: Was sollte man nach dem Laufen essen, um dem Muskelaufbau auf die Beine zu helfen? (Nicht im Sinne von Muggibuden-Anabolika-muscels. Ich mache hauptsächlich Karate und da kann ich schwere überflüssige Muskelmasse nicht brauchen.)
Der zweite Beitragsgrund ist, dass ich die Distanz natürlich weiter steigern möchte. Ein Halbmarathon ist ja nicht mehr fern und so einen mal mit zu laufen, wäre schon eine feine Sache. Wie fahre/"laufe" (ACHTUNG Wortspiel

ich am besten fort?
Cheers und gute Nacht,
Tilo