Hallo
Leute 
Auf meiner täglichen Tour gibt es einen Streckenabschnitt auf einer Anhöhe, der den üblichen vorherrschenden Winden fast völlig hindernisfrei ausgesetzt ist. An einem Tag mit recht gleichmäßig starkem Wind bei etwa Stärke 5 ohne große Böenunterschiede bin ich hin- und her-gelaufen und habe die Zeit genommen, um die Geschwindigkeit zu ermitteln, mein Krafteinsatz hätte bei Windstille etwa 13.5kmh ergeben:
- 330m 01:20 = 14.85kmh bei Rückenwind
- 330m 01:40 = 11.88kmh bei Gegenwind
An stürmischen Tagen mit heftigen Böen komme ich auf dem Streckenabschnitt immer wieder mal beinahe zum Stehen und an solchen Tagen brauche ich regelmäßig etwa 5% mehr Zeit, um meine Tour zu vollenden.
Zum Windeinfluß wäre auch folgendes ganz nützlich zu wissen, angenommen, Windgeschwindigkeit und Laufgeschwindigkeit betragen jeweils 10kmh, daß bedeutet, daß man vor dem Rückenwind davonläuft, ihn also gar nicht als antreibend spüren kann, der Gegenwind trifft einen dafür aber mit voller Härte. Desweiteren ist der Körper auf seiner Rückseite etwas aerodynamischer, was etwaigen positiven Rückenwindeinfluß zusätzlich vermindert. Bei Rückenwind merke ich außerdem, wie sich wegen des Luftschattens meine Sauerstoffzufuhr verschlechtert und das auch widerum meine Leistung beeinträchtigt.
Etwas weiteres ist mir aufgefallen, als ich meine durchschnittliche Laufgeschwindigkeit im letzten Winter deutlich steigerte, hatte ich an windstillen Tagen trotzdem das Gefühl, ich würde gegen den Wind ankämpfen. Irgendwo bei 12kmh liegt diese Luftwiderstands-Wahrnehmungs-Schwelle, wo ich bei darüberhinausgehenden Geschwindigkeiten es so empfinde, als würde ich immer und unablässig gegen den Wind anlaufen, selbst wenn gar kein Wind weht. Fühlt sich an wie die Schallmauer bei Flugzeugen.
LG Jan