Ich mache aktuell ca. 10 Stunden die Woche Sport und steigere das bis Mitte des Jahres auf einen Wochenschnitt von 15 h. Ich mach allen möglichen Scheiß in Sachen Ausdauersport mit.
Wenn ich auf die Wage steige bekomme ich Tränen in die Augen: Nicht, daß ich mit 73 kg/180 cm zu viel wiege, aber ich nehme auch nicht ab. Zumindest nicht im Winter. Meine Lösung: Nicht auf die Waage steigen!
Einfache Rechung: Wenn ich permanent abnehme, weil ich mehr verbrenne als mein Körper an Kalorien bunkert, bin ich irgendwann nicht mehr da. Das passiert aber zum Glück nicht. Also hält der Körper wohl doch ein Gleichgewicht, so daß ich zum einen nicht jedes einzelne Dominosteinchen zählen muß, aber zum anderen auch lange Zeit ohne Nahrung auskommen könnte. Um ernsthaft abzunehmen muß ich dieses Gleichgewicht brutalst unterbrechen.
Wenn wir von
Abnehmen reden meinen wir vor allem Fett. Wieder eine Rechung: 1 kg Fettgewebe hat einen Energieinhalt von 37500 kJ. Eine Laufbelastung im Langzeitausdauerbereich verbraucht ca. 100 kJ/min, d.h. 6,25 h Laufen für 1 kg Fett. Vorausgesetzt aber nur, andere Engeriequellen (Kohlehydrate) sind nicht verfügbar, was nur bei Fastenkuren auftritt (oder Laufen vor dem Frühstück. Das ist für ungeübte echt sch***). Solange in Leber und Muskular noch Enerige vorhanden ist (ca. 8000 kJ = 80min) wird vornehmlich diese verbraucht und auch über die normale Nahrungsaufnahme schnell resubstiuiert. Einen Anteile der Fettverbrennung bei Läufen bis 90 min mal von 30% unterstellt, müsste ich also ca. 19 h Laufen, um bewußtes Kilo Fett runterzubringen.
Noch ein Hinweis: Die kurzfristige Schwankung des Gewichtes durch veränderten Flüssigkeitshaushalt bzw. das Gewicht des Mageninhaltes ist wesentlich größer als durch Ab- oder zunehmen. Die Verweildauer im Magen mißt sich nach Tagen und nicht Stunden. Ein ausuferndes Carboloading am Abend vor dem Wettkampf ist also kontraproduktiv, weil ich denn ganzen Kram mit mir rumschleppen muß, aber die Verdauung noch nicht richtig zugeschlagen hat.
Ich behaupte jetzt einfach mal, daß der Körper im Winter andererseits auch sehr gerne Kalorien in Fett umsetzt und damit bunkert. Je fetter er mal war, desto leichter fällt ihm dies (hat ein gutes Gedächtnis, unser Körper). Damit ist auch zu erklären, warum ich diese verdammten Ringe um die Hüften im Winter mit mir rumschleppe.
Kurz: Es wird einem nichts geschenkt!
Jimmi