Zitat:
Zitat von turbo-pascl
ist kondition lediglich ein überbegriff dafür, wie gut ich meinen körper trainiert habe, mehr sauerstoff im blut zu speichern
|
So isses

. Die Kondition ist umso besser je mehr und je besser die kleinen roten Blutkörperchen (Erythrozyten) darauf abgerichtet sind, bei jedem Durchlauf durch die Lunge möglichst viel O2 aufzusammeln, mitzunehmen und an die Muskeln abzugeben.
Siehe zB der allseits beliebte
Radsport. Uns Jan "Ulle" Ullrich zum Beispiel. Lässt sich erstmal in mehreren Etappen 4,5 Liter Blut klauen. Schmeisst dann EPO (ein Dopingmittel, das die Produktion roter Blutkörperchen anregt, um den künstlich verursachten Mangel derselbigen auszugleichen).
Jetzt kommt Fuentes Trick 17. Sobald dank EPO die Erythrozyten wieder halbwegs auf Normalniveau gebracht sind, pumpt sich Ulle einfach nach und nach noch das damals abgezapfte Blut zusätzlich dazu und sorgt für einen massiven Erythrozyten Überschuss, der wiederum zu einer "Explosion" der konditionellen Verfassung führt.
Das ganze Gepansche nennt sich dann Eigenblutdoping und kann halt ausser der Phase, wo der "Sportler" (Bescheisser wohl eher) sich EPO einwirft, quasi nicht nachgewiesen werden, weil sich der Sportler immer auf seine exzellente Kondition berufen kann, falls die Erothrozyten Werte unnatürlich erhöht sind (mal bei einer Biathletin der Fall gewesen).
Ich denke mal, dass Eigenblutdoping im Profisport deswegen zum letzten Schrei geworden ist, weil es nun mal wirklich für die Kondition am meisten bringt.
Ich vermute, dass (eine natürlich vernünftige) Ernährung, Glykogenspeicher usw. für die Kondition eher eine untergeordnete Rolle spielen und es einfach nur Zeit/Training braucht bis sich ein Körper daran gewöhnt hat aus dem Angebot an Nahrung das Beste zu machen.
Nahrung/Glykogen ist ja dann auch eher nur der "Treibstoff", der dabei hilft die hoffentlich vorhandene Kondition optimal abzurufen. Aber die Kondition an sich definiert sich meines Wissens nach ganz klar über die Blutkörperchen und deren O2 Aufnahme-/Transport-/Abgabefähigkeiten.