Die Atmung braucht bei tiefen Temperaturen bis ca. -25° C nicht berücksichtigt zu werden. Weniger atmen oder weniger tief atmen geht kaum, da Du dann eine Sauerstoffschuld eingehst. Die Leistung würde nachlassen und Du müsstest das Laufen aufgeben. Unter -30° C besteht Erfrierungsgefahr der Schleimhäute (Mund / Nase) und es kommt zu einer Reizung der Atemwege.
Bis -20° C ist ein Lauftraining durch entsprechende Kleidung möglich. Darunter ist ein Lauftraining nicht empfehlenswert, weil es trotz Bekleidung zu einer zu starken Auskühlung der Muskulatur kommen kann. Bei der möglichen Laufgeschwindigkeit in dicker Kleidung wird zu wenig Eigenwärme erzeugt. Es wird ungemütlich, man friert.

Hinzu kommt der abkühlende Einfluss des Windes. Die Windchilltemperatur beträgt bei einer Windgeschwindigkeit von 30 Km/h und einer Außentemperatur von -12° C immerhin -30° C! Es sind also nicht nur die Außentemperaturen sondern auch die Windgeschwindigkeiten zu berücksichtigen.
Bei Temperaturen unter -30° C wird der Tränenfluss gedrosselt. Hornhaut und Bindehäute des Auges werden nicht mehr geschützt. Die Hornhaut wird stark unterkühlt und die Bindehäute entzünden sich. Bei Fingern, Ohren und Füßen besteht bei diesen Temperaturen die Gefahr von Erfrierungen.
Resümee: In Mitteleuropa spielt die Kälte keine so große Rolle, in Skandinavien schon eher.