Lieber Frank,
jetzt grade habe ich mir in aller Ruhe, zurückgelehnt, bei einer warmen Tasse Tee, Deinen Bericht durchgelesen. Es ist schön, wenn er so geschrieben ist, dass man sich in die Gefühle und Empfindungen des Schreibers so hineinversetzen kann. Das macht einen lebendigen Bericht ja aus. Ich habe jedenfalls jede Zeile genossen und zolle Deiner Leistung großen Respekt.
Nach meinem Marathon, und nicht nur danach sondern währenddessen die ganze Zeit, war mein anschließender Gedanke "Nie wieder !".
Ich habe mir all die Sinnlosigkeit eines solchen Laufes vor Augen geführt. Warum? habe ich mich immer wieder gefragt? Absurd fand ich den Gedanken, dass man das freiwillig macht. Murrend habe ich einen Fuß vor den anderen gesetzt: "Und dafür zahle ich auch noch? MICH müsste man bezahlen für diese Anstrengung".
Und jetzt? Der Schmerz hat etwas vergängliches. Es ist wohl charakteristisch für den Menschen, dass er den Schmerz schnell vergisst und verdrängt. Wenn ich jetzt an Venedig denke, dann denke ich kaum noch an die Schmerzen, die ich hatte, bzw. ich kann nicht mehr genau wachrufen wie sie sich anfühlten. Ich habe nur noch Bilder vor Augen, aber diese sind abgeändert, entsprechen nicht mehr der Realität. Aber was ist schon real?
Als ich Deinen Bericht gelesen habe, war mein erster Gedanke: warum nicht auch? Nächstes Jahr?
Meine Vernunft ließ keine Sekunde darauf warten die Augen zu verdrehen

...aber wie kommt man dagegen an?

Schöner Bericht, Frank, toller Lauf.
Alles Liebe für Dich, genieße jetzt die wohlverdiente Regeneration !
Tina