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09.09.2008, 07:54
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Laufen vs. Genetik Beitrag #1
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Gast
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Laufen vs. Genetik
Hallo,
angeregt durch ein Gespräch gestern beim Lauftreff möchte ich hier gern eine Diskussion in den Raum stellen und zwar, ob Laufen etwas mit guten oder schlechten Genen zu tun hat.
Klar, zunächst einmal heißt es "Laufen kann jeder"...........das mag stimmen, doch wie sieht es mit Erfolgen und Zielen beim Laufsport aus?
Liegt es da nur am Trainingsfleiß oder spielt einfach auch die genetische, körperliche Veranlagung eine Rolle.
Meine Laufkollegin ist ü40, läuft sein über 10 Jahren und ist die Lebensgefährtin eines hiesigen bekannten Läufer-Asses. ER vertritt die Meinung, wer nichts erreicht hat keine Disziplin und es liegt an mangelndem Trainingsfleiß.
SIE sagt, das stimmt so nicht, irgendwann macht mein Körper nicht mehr mit.
Da sie seit 10 Jahren läuft, sprechen wir hier also wohl kaum von "Anfänger-Schwiirigkeiten". Sie sagt, sobald sie ihren Trainingsumfang auch noch so vorsichtig und langsam erhöht, kommen körperliche Defizite, wie Achillessehne, Ständige Infekte, etc. hinzu.
Auch die "Laufbibel" hat ein ähnliches, wenn auch kleines Kapitel, zu diesem Thema, was den Lauf-Leistungssport angeht.
Was meint ihr..........ist es auch reine "Glückssache" in einem guten Körper geboren zu sein und gute Gene zu haben, und haben die, die niemals einen Marathon laufen KÖNNEN einfach Pech gehabt???????
Was ist trainierbar und wo sind dem Ganzen einfach Grenzen gesteckt??????
Bin gespannt auf Eure Beiträge
LG
spiegelfee
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09.09.2008, 10:40
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Laufen vs. Genetik Beitrag #2
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Krabbelgruppler
Registriert seit: 18.08.2008
Ort: Trier
Beiträge: 39
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Natürlich limitieren Gene. Ob und wann man auf ein die Grenze trifft ist bei jedem Mensch unterschiedlich. Irgendwann erreicht man sie aber. Diese Gesabbel von wegen "Man muss es nur wollen und hart genug arbeiten" ist Unsinn und gehört in das Kapitel "Warum der amerikanische Traum immer nur ein Traum bleiben wird". Gene werden aber oft als Grund vorgeschoben: dick wegen den Genen, depressiv wegen den Genen, Schnupfen wegen den Genen, lackierte Fingernägel wegen den Genen ... Mensch, ihr quatscht aber auch über Themen ...
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09.09.2008, 11:27
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Laufen vs. Genetik Beitrag #3
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Buckliger Jaucher
Registriert seit: 19.06.2008
Beiträge: 1.837
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Natürlich gibt es Veranlagung. Was anderes zu behaupten, ist schlicht Blödsinn. Es dürfte doch jedem klar sein, dass jemand, der von Natur aus mit Knochen wie ein Dinosaurier und einem Brustkorb wie ein Silberrücken ausgestattet ist, niemals die selbe Ausdauer-Laufleistung wie ein Mensch mit einem filigraneren Skelett aufweisen können wird.
Dafür wird aus letzterem wahrscheinlich nie ein Hammerwerfen-Profi.
Die Meinung, dass jeder immer die selben Chancen hat, wenn er nur will, gibt natürlich ne moralische 1++, aber in Sachen Sport eher ein "setzen, 6" wegen Thema verfehlt.
Dass viele Menschen ihre Gene als Ausrede und Futter für ihren Schweinehund benutzen, steht natürlich auf nem anderen Blatt 
Dann gibt es auch noch - aber das ist etwas esoterischer in meinen Augen - diese Sache mit den zwei Muskeltypen. Da weiß ich auch nicht, in wie fern das nur ein Mythos ist. Angeblich ist doch jeder Mensch von Geburt an wie mit einer bestimmten Blutgruppe mit einem von zwei möglichen Muskeltypen ausgestattet.
Und der eine wär besser in anaerober Leistung, der andere besser in aerober. Aber dafür leg ich keine Hand in's Feuer, das wurde mir auch nur mal erzählt.
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09.09.2008, 11:45
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Laufen vs. Genetik Beitrag #4
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Gast
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Zitat:
Zitat von ursenfuns
Dann gibt es auch noch - aber das ist etwas esoterischer in meinen Augen - diese Sache mit den zwei Muskeltypen. Da weiß ich auch nicht, in wie fern das nur ein Mythos ist. Angeblich ist doch jeder Mensch von Geburt an wie mit einer bestimmten Blutgruppe mit einem von zwei möglichen Muskeltypen ausgestattet.
Und der eine wär besser in anaerober Leistung, der andere besser in aerober. Aber dafür leg ich keine Hand in's Feuer, das wurde mir auch nur mal erzählt.
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Das bezieht sich sicher auf die Aussage:" Sprinter werden geboren, Ausdauerläufer gemacht."
Das hbe ich auch mal gelesen, das eben nicht jeder das Zeug zu nem Sprinter hat, weil das eben mit bestimmten Muskelgruppen zusammenhängt.
Müßte es raussuchen um es hier detaillierter zur erklären.
ABer das Thema gleich als Spinnerei abzutun wie bear es macht, finde ich Blödsinn. Denn schließlich beginnt doch jedes Laufbuch mit dem Satz :" Laufen kann jeder".
Demnach wäre dieser Satz ja so nicht richtig.........oder?
Zumindest wäre der Zusatz ratsam..........".....aber nicht jeder hat das Rüstzeug zum Marathon", oder so ähnlich.
LG
spiegelfee
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09.09.2008, 11:58
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Laufen vs. Genetik Beitrag #5
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im Winterschlaf
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Fürth/Mittelfranken
Beiträge: 8.248
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Zitat:
Zitat von spiegelfee
Denn schließlich beginnt doch jedes Laufbuch mit dem Satz :" Laufen kann jeder".
Demnach wäre dieser Satz ja so nicht richtig.........oder?
Zumindest wäre der Zusatz ratsam..........".....aber nicht jeder hat das Rüstzeug zum Marathon", oder so ähnlich.
LG
spiegelfee
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Das sehe ich ähnlich. Laufen kann logischerweise jeder, fragt sich nur wie weit und wie schnell.
Auch ansonsten kann ich mich nur der Meinung anschließen, daß die Gene natürlich eine große Rolle spielen. Sein Leistungsvermögen optimal auszuschöpfen ist dann natürlich eine Frage des Fleisses.
Das mit den Muskeltypen habe ich nun schon so oft gelesen und kann´s mir doch nicht merken.  Aber es gibt für Langstrecken und Sprintstrecken unterschiedliche Muskeltypen, die benötigt werden. Ich glaube es war was mit ST-Fasern und FT-Fasern (slow und fast).
Aber es gibt bestimmt Fachleute, die das besser erklären können
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09.09.2008, 12:01
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Laufen vs. Genetik Beitrag #6
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Buckliger Jaucher
Registriert seit: 19.06.2008
Beiträge: 1.837
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Zitat:
Zitat von spiegelfee
ABer das Thema gleich als Spinnerei abzutun wie bear es macht, finde ich Blödsinn. Denn schließlich beginnt doch jedes Laufbuch mit dem Satz :" Laufen kann jeder".
Demnach wäre dieser Satz ja so nicht richtig.........oder?
Zumindest wäre der Zusatz ratsam..........".....aber nicht jeder hat das Rüstzeug zum Marathon", oder so ähnlich.
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Ok, kommt natürlich drauf an, was genau "jeder" können soll.
Ich denk schon, dass jeder gesunde Mensch mit gutem, disziplinierten und vernünftigem Training zu ner guten Marathon-Zeit kommen kann, egal, ob Mutter Natur ihn mit besonderen Gaben ausgestattet hat oder nicht.
Aber andererseits bin ich überzeugt, dass nur Leute mit nem genetischen Startvorteil es in die Weltspitze packen werden.
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09.09.2008, 12:02
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Laufen vs. Genetik Beitrag #7
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Gast
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Zitat:
Zitat von first_marathon_2007
Das sehe ich ähnlich. Laufen kann logischerweise jeder, fragt sich nur wie weit und wie schnell.
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...und wie oft.
Bis jetzt hatte ich hier nur gelesen, das es ein Anfängerproblem ist, wenn jemand sagt, er würde sich bei 2 x wöchentl laufen super fühlen, aber wenn er dann 3 x die Woche läuft stellen sich Überlastungsschäden ein.
Es war gestern das erste Mal, das ich hörte, das eine Läuferin, die bereits seit 10 Jahren läuft, nicht über einen bestimmten Kilometerumfang in der Woche heraus kommen darf, sonst bricht das "System" zusammen......*grins* (fand den Ausdruck witzig)........
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09.09.2008, 12:08
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Laufen vs. Genetik Beitrag #8
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Gast
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Zitat:
Zitat von ursenfuns
Aber andererseits bin ich überzeugt, dass nur Leute mit nem genetischen Startvorteil es in die Weltspitze packen werden.
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Okay, das ist klar, das man sich nicht mit einem Usain Bolt (oder wie die genetische Kreuzung zwischen Mensch und Mopped auch immer geheißen hat), messen kann, aber ich war doch etwas sprachlos, das die Genetik wohl auch doch beim "Feld-Wald-und-Wiesen-Läufer" eine Rolle spielen kann.
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