Ich lese mit Begeisterung in euren Tagebüchern - und möchte auch eins haben. Wird allerdings eher die Sparvariante, also Monatseinträge statt tagesaktuell...
Sabine
Ende Juli 2008. Unser Werkleiter sucht eine Mannschaft (6 Läufer) für den 10km-Lauf beim swb Marathon in Bremen. Ich (W40) melde mich spontan, bin ja eigentlich Distanzreiterin auf langen Strecken, wollte aber immer schon mal mehr für die eigene Fitness tun. Mit einem Ziel vor Augen ist das viel einfacher.
Ich bin durchs Reiten gut ausgestattet: Alte Laufschuhe (die sind schön leicht), Laufhosen (scheuern auch nach 8 Stunden im Sattel nicht die Beine auf, weil sie keine Falten bilden) und ein GPS-Armband-Gerät (zur Speed- und Streckenlängenkontrolle) hab ich schon. Ebenso eine superleichte Stirnlampe, aber zunächst ist es ja lange hell. Über Pulsmessung mach ich mir keinen Kopf, den messe ich auch bei den Pferden praktisch nie und ich werde sowieso so laufen, dass ich mich nebenher unterhalten kann. Mit Wolfspitz Lemmy z.B., der von Anfang an begeistert mitläuft. Das Haupt-Trainingsprogramm heisst: LSD (long slow distance). Ich laufe draußen, Feld-, Wald- und Wiesenwege, möglichst wenig Straßen.
August
Trainingsbeginn. 3x pro Woche Laufen
Steigerung von knapp 4km in 29min auf 8,5km in 60min
Erkenntnisse:
Ich reite offenbar nur mit den Unterschenkeln, die Oberschenkelmuskeln protestieren zunächst heftig!
Es dauert rund drei Wochen, bis das Laufen nicht mehr mühselig ist, sondern Spass macht
Am liebsten laufe ich auf feinem Schotter, festem Dreck oder ganz kurzem Gras.
Ziel für September:
Beim 10km Lauf in Bremen nicht langsamer sein als 70min.
September
3x pro Woche Laufen, davon 1x „lang“
Mein Wohlfühltempo steigt auf 9,3km/h
Ende September brauche ich 62min für 10km (swb-Lauf in Bremen)
Ich „erbe“ viele Laufsachen von meiner Schwester (auch ein "gutes" Paar Schuhe...)
Erkenntnisse:
Jeden zweiten Tag laufen ist prima
Gute Laufschuhe sind eine Offenbarung, vor allem auf Asphalt.
Wie konnte ich bloß bisher ohne Funktionsshirts auskommen?
Ich brauche unbedingt ein Stirnband, der Schweiß brennt mir in den Augen
Drei Stunden vor dem Laufen sollte ich nichts Größeres mehr essen, vor allem keinen Speisequark. Schoko-Milchriegel gehen dagegen auch noch kurz vorher.
Nach dem Laufen schmeckt ganz besonders ein koffeinhaltiger Limo-Bier-Mix (2,5% Alkohol…ähem)
Ziele für Oktober:
Die lange Trainingsstrecke ausdehnen auf ca. 90 Minuten
Die kurzen Trainingsstrecken beschleunigen auf 10km/h
Oktober
3x pro Woche Laufen, davon 1x „lang“
Cooper-Test auf einem Feldweg (hab kein Stadion): 2220m in 12min
Der lange Lauf wird stufenweise auf 90min ausgedehnt
Die kürzeren Strecken werden etwas schneller
Mein Wohlfühltempo steigt auf 9,7km/h
Ende Oktober schaffe ich 14,65km in 90min und 7km in 40:40min (!!)
Erkenntnisse:
Laufen fühlt sich nicht immer gleich an, manchmal sind die ersten 2-3km recht zäh.
Ich kann tatsächlich T6 laufen (= 10km/h), wenn ich mich ranhalte (bis ca. 8km)
Ich brauche ein zweites Paar Laufschuhe, wetter- bzw. matschfest
Der Hund braucht ein reflektierendes Leuchthalsband
Der Hund ist viel fitter als ich und läuft auch noch einiges doppelt!
Ziele für November:
Nicht viel schneller werden: 15km in 90 Minuten laufen.
Die Kurzstrecken verlängern von 5-7km auf 6 bis 10km
Bei Dunkelheit, Regen und Kälte tapfer trotzdem laufen und nicht kneifen
Ziele für Dezember (gibts auch schon!):
12,5km Nikolauslauf am 7.12. in Wildeshausen unter 75 Minuten laufen
16,5 km Rund um die Thülsfelder Talsperre am 31.12. unter 100min laufen