Hallo ihr Lieben,
nun laufe ich seit knapp 8 Jahren - am 08.03. jährt sich meine Läuferkarriere

wieder einmal.
Das sind 8 Jahre der läuferischen Höhen und Tiefen, 8 Jahre, in denen ich öfter als einmal lernen musste, dass mein Körper Grenzen kennt und meine Leistung eher im mittleren "Läuferbereich" anzusiedeln ist.
Es sind aber auch 8 Jahre, in denen ich meine Muskeln und Sehnen, Bänder und Lunge so trainieren konnte, dass ich die letzten 4 Jahre vollkommen verletzungsfrei über die Runden gekommen bin.
Ich laufe heute nicht mehr täglich und auf garkeinen Fall öfter als 4 Mal die Woche. In der Regel laufe ich 2-3 lange Läufe - ich bin auch eine vollkommene Langstreckenläuferin.
Ich habe also gelernt, dass zu viel Laufen schlecht für meinen Körper ist, eher kontraproduktiv. Bestätigt wurde ich durch die (zu-)vielen ehemaligen Läufer, die meinen Weg bisher schon pflastern, die es einfach übertrieben haben, jeden Tag gelaufen sind und irgendwann mit großen Verletzungen aufhören mussten. Toitoitoi, davor bin ich natürlich nicht gesichert, aber ich habe bei allen ein zu häufiges Training (d.h. täglich oder ohne großartige Pausen) als übereinstimmendes Merkmal erkennen können. Das war eine wichtige Einsicht - eine, die leider jeder für sich selbst machen muss, denn nicht einmal meiner besten Freundin, die vor ein paar Monaten mit dem Laufen begonnen hat, konnte ich das vermitteln. Natürlich ist sie jeden Tag gelaufen und natürlich haben ihre Sehnen das nicht mitgemacht.
Eine weitere Errungenschaft einsichtstechnisch ist die Tatsache, dass Laufen alleine nicht reicht. Ich bin jahrelang nur gelaufen und mein Trainingsstand hat vollkommen stagniert. Außerdem habe ich auch nicht mehr so viel Spaß daran gehabt. Nun schwimme ich seit ca. 3 Jahren zusätzlich (durchschnittl. 2 Mal die Woche) und merke große Leistungssteigerungen. Ich laufe wesentlich kräftiger, ergonomischer, schneller und vor allem gesünder.
Nun hört sich das alles bis zu diesem Punkt schrecklich Weise an

, nur leider ist dem überhaupt nicht so:
Letzte Woche Montag hatte ich, um 6:30 Uhr morgens, vor der Arbeit, einen langen Lauf im Wald bei Schnee. Er war zwar landschaftlich gigantisch (die aufgehende Sonne in Verbindung mit dem untergehenden Mond und dem gespenstisch schön wirkenden Wald, hmmmhh, toll

), doch hat er mein Immunsystem ziemlich geschafft. Fazit: 2 Std., d.h. 18 km für eine Woche schwere Bronchitis...
Zu Verteidigung des Laufens muss ich aber hinzufügen, dass ich die Nacht davor nur 3 Std. geschlafen habe und am selben Tag noch schwimmen+saunen war und dann bis in die frühen Morgenstunden gefeiert+getrunken habe

... Das war einfach eine äußerst schlechte Kombi - kein Wunder also, dass ich nun über Weihnachten flach lag.
Nun habe ich also viel Zeit zum Nachdenken gehabt und beschlossen, die Sache zukünftig intelligenter anzugehen, d.h. darauf zu achten, dass ich genügend Schlaf abbekomme, nicht zu viel trainiere und nicht immer auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanze - so schwer´s mir fällt...
Und wofür mache ich das alles? Genau: Für meinen ersten Marathon

. Ich habe zwar schon einige Volksläufe mitgemacht, die Königsdisziplin Marathon aber noch nicht gewagt. Das soll sich jetzt ändern - genauere Infos folgen.
Nun werde ich erstmal zusehen, dass ich wieder gesund werde (fühle mich eigtl. schon wieder fit, traue mich aber noch nicht raus) und dann kann ich mit der Vorbereitung auf den Marathon beginnen. Allerdings wird sich in Hinblick auf mein jetziges Laufverhalten lediglich ändern, dass ich auch Sprints einlege und ein wenig Krafttraining mache.
Heute habe ich erst einmal Mädelsabend im Fitnessstudio mit anschließendem Essen - ich werde also 10km auf dem Laufband laufen, anschließend in eine einfache Cycling-Stunde und dann mit Massage und Sauna etwas für die Entspannung tun.
Übrigens bin ich 25 Jahre, ein quietschlebendiges Mädel aus München

- und immer auf der Suche nach laufwilligen und vor allem unterhaltsamen Laufpartnern, denn meine Freunde können und wollen nicht mehr mithalten!!

)
Das war´s für den Moment

,
Ninale