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Laufsport - Ernährung & Gesundheit

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Alt 01.02.2012, 10:07   Leistenprobleme... Beitrag #1
LaufMuc
Krabbelgruppler
 
Registriert seit: 01.02.2012
Beiträge: 3
Unglücklich Leistenprobleme...

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und wende mich direkt mit einem medizinischen Problem an euch.

Vorweg: ich laufe seit ca. 2006 mehr oder weniger regelmäßig. nachdem ich mich im Jahr 2006 auf einen HM vorbereitet hatte, diesen auch absolviert habe und dann regelmäßig weiteretrainierte, zug ich mir Anfang 2007 Leistenbruch Nr. 1 zu. Linke Seite. Leistenbruch Nr. 2 (dann rechts) folgte 6 Monate später. Beide wurden operiert. Ursache für die Leistenbrüche war wahrscheinlich massive Überlastung (ich lief in der besten Zeit 5-6 X pro Woche á 12-15 km pro Einheit). Ich fuhr dann das Training massiv runter, trainierte eine Zeitlang gar nicht mehr, fing dann zwischenzeitlich mehrmals wieder an, hörte wieder auf, fing wieder an... Sprich: ich laufe nicht seit 2006 durchgehend auf dem selben Niveau, sondern schwanke recht stark. Beschwerden mit den Leisten hatte ich seit 2007 kaum mehr.

Seit einigen Wochen nun will ich wieder etwas tiefer ins Training einsteigen. Ich laufe zwar längst nicht mehr so oft wie früher, Ziel ist es, ca. 4 X pro Woche zu laufen. Ein Pensum, das ich anstrebe wären 10-12 km pro Einheit. Ich baue das langsam auf.

Und da kommen auch schon die ersten Probleme: sobald ich eine Distanz über 7-8 km laufe (bei einer Geschwinigkeit um gute 6 Min. pro km, also nicht wirklich schnell), meldet sich eine der Leisten, in der Regel die rechte. Sie meldet sich, heißt: kurzes Stechen, etwas Drücken, Unbehagen. Höre ich mit dem Laufen auf, verschwindet es wieder. Ich mache dann ein paar tage Pause und probiere dann wieder eine kürzere Distanz. Nun spielt mir da anscheinend auch meine Psyche einen Streich: ich habe ab einer bestimmten Distanz regelrecht Angst davor, dass die Belastung zu groß wird und nehme eine Art Schonhaltung ein. Wenn ich dies feststelle, versuche ich, möglichst locker zu laufen, um eben keine Schonhaltung einzunehmen. Allerdings bin ich mehr und mehr gehemmt, die Distanz größer werden zu lassen. OK, dieses Problem sollte sich ja irgendwann geben und ist auch eigentlich nicht das Thema...

Seit gestern habe ich nun auch außerhalb des Lauftrainings leichte Beschwerden in der rechten Leistenregion. Ich denke, es kommt von der (mittlerweile 4,5 Jahre alten) OP-Narbe, sicher bin ich jedoch nicht. Ich habe ein bisschen Angst, es könnte wieder etwas "kaputt gegangen" sein. Dass ich jetzt erstmal pausiere, ist klar. Nur bin ich mir unschlüssig, ob ich das untersuchen lassen sollte. Aber wie kann man überhaupt feststellen, woher die Beschwerden kommen? In den ganzen Jahren ist es mir bisher auch nicht gelungen, einen Mediziner zu finden, der mir wirklich weiterhelfen kann. Ich bin mir auch sehr unsicher, ob ich je wieder so belastbar bin, wie ich es mir vorstelle. Irgendwann noch mal 20 km am Stück laufen? Im Moment ist das für mich kaum realisierbar, obwohl ich es so gerne wollen würde.

Mir wurde mal (von dem Chirurgen, der meine erste Leistenhernie operiert hat) gesagt, ich solle mir einen anderen Sport suchen, was für mich jedoch eine Katastrophe wäre. Aber anscheinend habe ich eine Neigung zu Leistenproblemen (woher allerdings, weiß ich nicht, außer, dass ich ein eher schlechtes Bindegewebe habe; ich bin jedoch nicht übergewichtig und verrichte auch keine Tätigkeit, bei der ich schwer heben muss...).

Was würdet ihr mir raten?
Wer kennt im Raum München einen wirklich guten Sportmediziner, der hier helfen kann?

Vielen Dank fürs Lesen meines etwas zu lang geratenen Textes.
LaufMuc
LaufMuc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2012, 14:50   Leistenprobleme... Beitrag #2
SHS
rolling running stone ☺
 
Benutzerbild von SHS
 
Registriert seit: 11.11.2005
Ort: München
Beiträge: 10.495
Standard

Hallo!

mit einem guten sportarzt kann ich derzeit (gott sei dank) nicht dienen. aber aufgrund eines nachmittag langen vortrages über Osteopathie bin ich zu der erkenntnis gekommen, dass bei (evtl. bei dir vorliegenden) dysbalancen von bändern, muskeln usw., hervorgerufen z.b. durch narben (auch harmlose blinddarmnarben), zu solchen und anderen beschwerden führen können. suche dir einen in dieser disziplin fortgebildeten physiotherapeuten oder sportarzt.

einmal hatte ich so einen stich in der rechten leiste während eines marathons. wie vom blitz getroffen musste ich stehen bleiben und dehnen, dann lief es so lala weiter. kümmere dich um deine adduktoren-/leistenmuskulatur, spez. den M. Illiopsoas, des is a ganz a verzwickter!
SHS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2012, 15:08   Leistenprobleme... Beitrag #3
Moltofill
vollentmündigt
 
Benutzerbild von Moltofill
 
Registriert seit: 14.08.2009
Ort: Gallneukirchen/ Ösiland
Beiträge: 3.340
Standard

Meine antwort mit vorbehalt, ich arbeite schon seit 2003 nicht mehr auf der bauchchirurgie.

Um den zustand deiner hernie bzw der narbe zu bestimmen genügt ein unsportlicher chirurg mit einem ultraschall. Dabei wäre auch zu klären welche op-technik angewandt wurde. Z.b. Gibts ja die möglichkeit ein kunststoffnetz einzubauen, dies wurde damals bei uns aber nur bei gleichzeitiger beidseitiger oder einem rezitiv gemacht.
Es ist jedenfalls nicht ungewöhnlich das bei herkömmlicher op methode ein leistenbruch wieder auftreten kann. Vor allem bei einer bekannten bindegewebsschwäche.

Lass einen schall machen. Hilft nicht aber schafft klarheit.
Moltofill ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2012, 12:05   Leistenprobleme... Beitrag #4
LaufMuc
Krabbelgruppler
 
Registriert seit: 01.02.2012
Beiträge: 3
Standard

Danke sehr für eure Antworten!

Ich habe nun morgen einen Termin bei einem (hoffentlich ;-)) Spezialisten, dann werde ich mehr wissen.

Welche OP-Methoden damals angewandt wurde, weiß ich leider nicht mehr, müsste ich mal in Erfahrung bringen, es wurde auf einer Seite mit Netz gearbeitet, aber auf welcher, ist mir entfallen. Die OPs wurden von verschiedenen Chirurgen durchgeführt...

Gibt es eine Methode, die die Wahrscheinlichkeit, dass es noch mal "kracht" so weit wie möglich minimiert? Stichwort endoskopisches Verfahren?? Oder besteht da gar kein Zusammenhang

und @SHS: Muskulatur in dem Bereich stärken, ok, das hatte ich schon vermutet. Aber wie? Gibt es Übungen für zu Hause oder kann ich soetwas nur mit Geräten im Studion machen (hatte ich schon mal begonnen, bin aber gar kein Studio-Typ und hab dafür auch ehrlich gesagt keine extra Zeit zur Verfügung. Also für Studio meine ich, nicht für die Übungen selbst). Haste nen heißen Tipp zum Nachschlagen?

Danke & Gruß
LaufMuc
LaufMuc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2012, 12:48   Leistenprobleme... Beitrag #5
Moltofill
vollentmündigt
 
Benutzerbild von Moltofill
 
Registriert seit: 14.08.2009
Ort: Gallneukirchen/ Ösiland
Beiträge: 3.340
Standard

endoskopisch mit netz beide seiten...allerdings garantie gibt es in der medizin nie.
Moltofill ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2012, 11:31   Leistenprobleme... Beitrag #6
LaufMuc
Krabbelgruppler
 
Registriert seit: 01.02.2012
Beiträge: 3
Standard

Zitat:
Zitat von Moltofill Beitrag anzeigen
endoskopisch mit netz beide seiten...allerdings garantie gibt es in der medizin nie.

danke für die Info! Und ja, leider gibt es da keine Garantie ;-)
allerdings liegt die Rezidiv-Rate wohl nur bei 0,1 bis 0,2 %? Wurde mir jedenfalls gestern beim Doc mitgeteilt - zusammen mit der Diagnose: linke Seite labil, kurz vorm Brechen, rechts liegt ein Leistenbruch vor.

Es wird nun nächste Woche auf beiden Seiten nach der o.g. Methode operiert.

Ich bin natürlich etwas skeptisch, ob ich danach tatsächlich wieder voll ins Lauftraining einsteigen kann, hoffe es aber sehr.
LaufMuc ist offline   Mit Zitat antworten
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