Hallo zusammen,
ich bin neu hier und wende mich direkt mit einem medizinischen Problem an euch.
Vorweg: ich laufe seit ca. 2006 mehr oder weniger regelmäßig. nachdem ich mich im Jahr 2006 auf einen HM vorbereitet hatte, diesen auch absolviert habe und dann regelmäßig weiteretrainierte, zug ich mir Anfang 2007 Leistenbruch Nr. 1 zu. Linke Seite. Leistenbruch Nr. 2 (dann rechts) folgte 6 Monate später. Beide wurden operiert. Ursache für die Leistenbrüche war wahrscheinlich massive Überlastung (ich lief in der besten Zeit 5-6 X pro Woche á 12-15 km pro Einheit). Ich fuhr dann das Training massiv runter, trainierte eine Zeitlang gar nicht mehr, fing dann zwischenzeitlich mehrmals wieder an, hörte wieder auf, fing wieder an... Sprich: ich laufe nicht seit 2006 durchgehend auf dem selben Niveau, sondern schwanke recht stark. Beschwerden mit den Leisten hatte ich seit 2007 kaum mehr.
Seit einigen Wochen nun will ich wieder etwas tiefer ins Training einsteigen. Ich laufe zwar längst nicht mehr so oft wie früher, Ziel ist es, ca. 4 X pro Woche zu laufen. Ein Pensum, das ich anstrebe wären 10-12 km pro Einheit. Ich baue das langsam auf.
Und da kommen auch schon die ersten Probleme: sobald ich eine Distanz über 7-8 km laufe (bei einer Geschwinigkeit um gute 6 Min. pro km, also nicht wirklich schnell), meldet sich eine der Leisten, in der Regel die rechte. Sie meldet sich, heißt: kurzes Stechen, etwas Drücken, Unbehagen. Höre ich mit dem Laufen auf, verschwindet es wieder. Ich mache dann ein paar tage Pause und probiere dann wieder eine kürzere Distanz. Nun spielt mir da anscheinend auch meine Psyche einen Streich: ich habe ab einer bestimmten Distanz regelrecht Angst davor, dass die Belastung zu groß wird und nehme eine Art Schonhaltung ein. Wenn ich dies feststelle, versuche ich, möglichst locker zu laufen, um eben keine Schonhaltung einzunehmen. Allerdings bin ich mehr und mehr gehemmt, die Distanz größer werden zu lassen. OK, dieses Problem sollte sich ja irgendwann geben und ist auch eigentlich nicht das Thema...
Seit gestern habe ich nun auch außerhalb des Lauftrainings leichte Beschwerden in der rechten Leistenregion. Ich denke, es kommt von der (mittlerweile 4,5 Jahre alten) OP-Narbe, sicher bin ich jedoch nicht. Ich habe ein bisschen Angst, es könnte wieder etwas "kaputt gegangen" sein. Dass ich jetzt erstmal pausiere, ist klar. Nur bin ich mir unschlüssig, ob ich das untersuchen lassen sollte. Aber wie kann man überhaupt feststellen, woher die Beschwerden kommen? In den ganzen Jahren ist es mir bisher auch nicht gelungen, einen Mediziner zu finden, der mir wirklich weiterhelfen kann. Ich bin mir auch sehr unsicher, ob ich je wieder so belastbar bin, wie ich es mir vorstelle. Irgendwann noch mal 20 km am Stück laufen? Im Moment ist das für mich kaum realisierbar, obwohl ich es so gerne wollen würde.
Mir wurde mal (von dem Chirurgen, der meine erste Leistenhernie operiert hat) gesagt, ich solle mir einen anderen Sport suchen, was für mich jedoch eine Katastrophe wäre. Aber anscheinend habe ich eine Neigung zu Leistenproblemen (woher allerdings, weiß ich nicht, außer, dass ich ein eher schlechtes Bindegewebe habe; ich bin jedoch nicht übergewichtig und verrichte auch keine Tätigkeit, bei der ich schwer heben muss...).
Was würdet ihr mir raten?
Wer kennt im Raum München einen wirklich guten Sportmediziner, der hier helfen kann?
Vielen Dank fürs Lesen meines etwas zu lang geratenen Textes.
LaufMuc