Achtung Romangefahr, nur Lesen der etwas Zeit hat
Das Leben von 6 bis 21 Jahren
Ich hatte nie eine sonderlich gute Figur.
Ich war immer die kleine, unscheinbare, pummelige Brillenschlange, die neben den ganzen frühreifen Weibern immer ziemlich unscheinbar war (Erst mit 17 änderte sich das durch den ersten Freund, Kontaktlinsen und Gefühl für Schminke und Mode (xD). Aber an der Figur änderte sich nichts, auch wenn ich es oft mit
Diäten und Sport versucht hatte. Mit 14 Jahren habe ich schonmal mit meinem Papa ca 6 Monate lang gejoggt. Genützt hatte das aber alles nichts). Dadurch, dass ich net so war wie die andren Mädels, hatten es vorallem eben diese frühreifen Weiber auf mich
So zog sich das Leben hin. Eine
Diät folgte der anderen, Kilos kamen und gingen, aber Gewicht hielt sich ziemlich konstant immer zwischen 58 und 59kg. 2006 war endlich Schule vorbei und habe dann erst einmal 1 ½ Jahre gejobbt, und hatte endlich Ruhe vor allen Leuten die ich mittlerweile wirklich
Aber er gab mir zum ersten Mal das Gefühl „schön und unwiderstehlich“ (

) zu sein und das er mich genauso liebt wie ich bin und das er mich nicht anders haben wollen würde. Das und die Tatsache das meine beiden Großeltern gestorben sind und ich viel über die sinnlosen Zeitverschwendungen im Leben nachdachte, dachte ich überhaupt nicht mehr drüber nach, was ich mit welchem Essen meinem Körper antue.... Zum einen, weil ich mir sagte „Du lebst nur einmal“ wegen den Todesfällen in meiner Familie und weil Max mir das Gefühl gab, das es ja net schlimm ist wenn ich zunehme.... Aber richtig wohlgefühlt hab ich mich nicht.. ich habe mir nur selbst etwas vorgemacht. Die Tatsache das in unsrem Kurs sehr sehr viele sehr schlanke und sportliche Mädels sind, führte dazu das ich zwar so tat als gehe es mir gut, ich aber mehr und mehr depressiv wurde.
Als Ende April die Waage 60,4kg anzeigte, war es vorbei.
Ich hatte absolut genug.
Ich fühlte mich einfach furchtbar.
Ich weiß auch, viele werden sagen, hörmal Mädel 60kg sind nicht viel, aber bei einer Größe von 1.56m ist dieses Gewicht bei mir, mehr als „bescheiden“ verteilt (Hallo Herr Rettungsring). Es malte sich alles ab. Immer sah man den Bauch, immer den Hüftspeck. Alles zeichnete sich, ich konnte mich nicht mehr im Spiegel ansehen.
Ich musste was ändern, bevor ich wirkliche, psychische Probleme bekam. Das gute war an diesem Zeitpunkt, dass mein Schwager und meine Schwester mit dem Joggen angefangen hatten und mein Schwager schon 5 Kilo runter hatte. Also ging ich mit.
Ein neuer Anfang
3 Minuten laufen, 1 Minute gehen. 3,6km lang. 25 Minuten.
Nicht selten dachte ich bei der Hälfte „Mein Gott Mädel warum machst du das überhaupt. Das ist doch Selbstmord“.... Ich bekam kaum Luft (Trotz Nichtraucherlebens!), meine Schulter brachte mich um, die Knie sackten ein und die Füße wurden immer schwerer „Wann ruft der Kerl da vorne endlich Stop zum gehen??“. Mein großes (Fern) Ziel war zu diesem Zeitpunkt die Runde irgendwie durchlaufen zu können, ohne dabei halb „zu verrecken“. Aber dieses Ziel liegt wohl in weiter weiter ferne.
Und abgenommen hab ich auch kaum etwas. Bringt die ganze Quälerei überhaupt etwas??
Doch auch hier war es der perfekte Zeitpunkt. Durch die Ausbildung her, muss ich verschiedene Einrichtungen des Gesundheitswesen durchlaufen.
Ich kam Ende Mai in eine Reha-Klinik für Herzkreislauferkrankungen und konnte jeden Morgen, über 2 Wochen lang, mit in die Ernährungsberatung gehen, wo ich gelernt hab richtig zu essen (wie viel Fett und Kalorien unser Körper überhaupt braucht und was ich genau bei meiner Ernährung falsch gemacht habe) Jetzt fühlte ich mich nicht mehr alleine schlecht mit meiner Figur sondern hatte auch Angst vor Diabetes, Herzinfarkt oder sonstige Gefäßschäden. Es hat in diesen 2 Wochen absolut Klick gemacht.
Und die Pfunde fingen an zu purzeln.
59, 58, 57, 56, 55, 54 (whihey 10% des Körpergewichtes verloren). Eigentlich wollte ich 6 Kilo
abnehmen, aber jetzt will ich die 10kg bis Ende des Jahres vollkriegen.
Wo das Gewicht ging, kam das Selbstbewusstsein. Viele Leute in meiner Umgebung sagen, dass ich mich sehr zum positiven verändert hätte. Ich merke das selbst, weil ich mich ein wenig anders kleide, ein bisschen modischer, ein bisschen schicker, ein bisschen lockerer, weil ich mich jetzt einfach traue, alles zu tragen was ich schön finde. Und es tut gut wenn man nix zum anziehen findet, dass es nicht daran liegt das es einem nicht passt, sondern weil man einfach nix findet was einem gefällt. Herrlisch.
Aktuell
Letzte Woche hatte ich dann ein Gewicht von 52,7kg auf der Waage, wobei mein Gewicht seit ca 1 Monat eigentlich immer so um die 53 Kilo stagniert (ist ja denke ich normal wenn man soviel abnimmt). Aber Armspeck, Hüftspeck, Gesichtsspeck ist weg, meine Beine bestehen nur noch aus Muskeln und der Popo ist wohl auch ganz gut xD Mein Bmi liegt um die 21. Eigentlich alles perfekt sollte man meinen, aber leider sagt der BMI ja leider nix drüber aus, wie seine Körpermasse verteilt sind, sprich ich habe leider immer noch Probleme mit meinem Bauch, meiner Meinung nach zumindenst. Ich bin zwar jetzt schon sehr zufrieden mit meinem Aussehen, aber dieses letzte kleine Speckröllchen am Unterbauch (was definitiv da ist) muss einfach noch ein bisschen mehr schrumpfen. Mein Blick ist durch die Vergangenheit einfach total auf den Bauch fixiert. Solange das nicht gut ist, kann ich mich nicht entspannt zurücklehnen. Außerdem habe ich, vorallem in den letzten paar Tagen, das Gefühl da ist wieder was mehr wieder gekommen (grummel).
Das Laufen
Ich hätte nicht gedacht, dass mich etwas wie Sport süchtig machen kann.
Angefangen hat es wie schon gesagt mit 3 Minuten laufen, 1 Minute gehen.
Dann hab ich das ganze auf 5 Minuten laufen, 1 Minute gehen hochgeschraubt. Wieder 2 Wochen später, bin ich bis zur Hälfte der Runde gelaufen.
Meine Schwester und ihr Mann hatten zudiesem Zeitpunkt leider die Lust verloren.
Und dann war es soweit. Mit einer Zeit von 24 Minuten lief ich die 3,6km durch.
Ich glaube ich war noch nie stolz auf mich selbst. Es tat so gut, endlich ein Ziel gehabt zu haben, darauf hingearbeitet hab und es durchgezogen hab. Ohne aufzugeben.
Motivationspower pur =)
Das Laufen bringt mir soviel. Ich fühle mich wie neugeboren. Beim Laufen habe ich das Gefühl, das mich nichts aufhalten kann, das ich frei bin und das alle Probleme des Alltages weit hinter mir sind. Manchmal habe ich sogar das Gefühl ich fliege über den Boden oder denke bei Strecken die ich gehe „Hmm wenn ich laufe, bin ich viel schneller“

Jetzt laufe ich fast jeden Tag, und werde unaustehlich wenn ich ein paar Tage nicht dazu komme (Max sagte letztens: Entweder du gehst jetzt laufen oder powerst dich sonst irgendwie aus oder wir beide bekommen Stress^^ Ich suchte dann schleunigst die Laufstrecke auf

).
Vor 2 Wochen habe ich mich wieder gesteigert. Von der 3,6km bzw 4 km Runde auf die 5,1km bzw 5,9km Runde. Laufe diese in ca 30 bzw 35 Minuten mehr oder minder, je nach Tagesform, gut durch.
Mein Nahziel: Erster 10er am 7.Dezember beim Nikolauslauf in Oberhausen.Mein Fernziel: Irgendwann nächstes Jahr einen Halbmarathon laufen (heutzutage aber noch völlig unvorstellbar, dass ich über 2, 3 Stunden laufen soll.....)
Früher

Heute