Der Marathon ist vorbei und ich konnte leider nicht bei den Läufern starten, da meine Rippe nach längerem Laufen doch zu viele Probleme machte. Ein Test am Dienstag zeigte mir dies deutlich.
Dafür bin ich aber bei den Inlinern gestartet, was mir die Erschütterungen des Laufens ersparen sollte. Und es war echt ein tolles Event. Wieder einmal ein Lob an die Organisatoren in Bonn.
Nach dem Start schloss ich mich einem schnellen Fahrer an und es bildete sich eine Gruppe, die mit einem Affenzahn den Parcours entlang schoss. Ich war scheinbar der einzige mit
Fitness-Skates. Die anderen hatten Speed-Skates. Ein Vergleich wie MTB und Rennrad. Mein Material (die Lager) hatte ich noch einmal mit ein wenig WD40 überarbeitet und eine Rolle, deren Lager blockierte, abmontiert.
Materiell unterlegen hatte ich groteskerweise auf den Geraden starke Probleme, im Windschatten zu bleiben und leichte Bergauf-Abschnitte oder schlechter Belag sorgten für ein wenig Erholung. Aber ohne Windschatten wäre es mir völlig unmöglich gewesen, dieses Tempo zu gehen.
So flog die Strecke an mir vorbei, während mein Puls sich um / leicht über 180 Schlägen die Minute einpendelte. Damit man auch koordinativ zu tun hatte gab es an den Verpflegungs-Stellen Trinkfalschen aufzunehmen, was bei 30 km/h mehr dem fangen eines hart geworfenen Balles glich.
Bis ca. KM 37 konnte ich auch immer in der Gruppe bleiben, wobei der Ziehharmonika-Effekt nach jeder Kurve und jedem bisschen Kopfsteinpflaster es nicht einfach machte, den Anschluss zu halten. Zwei oder drei mal Brach ein Teil der Gruppe weg und ich musste, mich im hinteren Teil der Gruppe befindend, mit einem Zwischenspurt wieder den Anschluss herstellen.
Bis KM 37. Die Gruppe zerbrach, ich konnte nicht nach vorn aufschließen und lief bis KM 42 nur noch mit 2 anderen Läufern, mit denen die Führungsarbeit zu teilen war. Somit waren diese Kilometer im Vergleich mit einem "richtigen" auch nicht minder schmerzhaft. Einer der beiden anderen konnte sich dann zu allem Überfluss auch noch absetzen.
KM42: noch 195m bis zum Ziel. Da diese vom Belag her Kopfsteipflaster waren, was mich komischerweise schon die gesamte Strecke weniger meine Mitstreiter störte, konnte ich am letzten verbliebenen Mitstreiter verbeispurten. Nach 1:42:30h war es dann also vollbracht
In meiner Altersklasse ist das Rang 6 von 13. Gesamt ist es Platz 69 von 222 angekommenen Skatern
Nächstes Jahr wird aber wieder gelaufen.
Groenberg