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08.06.2009, 12:56
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Maxpuls bei 130? Beitrag #1
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EisLäufer
Registriert seit: 05.04.2009
Ort: Essen, NRW
Beiträge: 4.463
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Maxpuls bei 130?
Ich habe heute morgen mit meiner Frau gesprochen. Sie wollte sich mal meinen Pulsgurt ausleihen. Ich hate ganz vergessen dass sie versucht hat ihren MaxPuls festzustellen, als sie sich im Fitnesscenter angemeldet hat. Allerdings habe ich da so meine Zweifel. So wie sie das beschrieben hat, klang das schon durchaus richtig. Allerdings meinte sie dass sie nie über einen Puls von 130 hinaus gekommen wäre. Das wundert mich dann doch. Sie sagt dass sie gar nciht so schnell treten konnte dass ihr Puls da drüber geht. Das war schon ein Problem, weil die Empfehlung des FC war dass sie bei etwa 130 trainieren sollte. Das klingt für mich aber eher nach Pauschalformel und nicht gerade nach individueller Messung. Vor allem auch dass die ihre erzählt haben dass dort der Fettverbrennungspuls liegt.  Aber ok, was soll ein FC anderes sagen wenn sie um jeden Preis Kunden bekommen wollen?
Egal, was ich mich jetzt frage ist, kann es wirklich sein dass jemand so einen extrem niedrigen Puls hätte? Ihr normaler Puls, bei keiner Anstrengung und nur sitzen liegt genauso bei etwa 60-70 wie bei mir. Ich kann das nicht so richtig glauben, dass der MaxPuls so extrem niedrig sein sollte. Wir werden das mal mit der Pulsuhr ausprobieren ob sie da auf höhere Werte kommt, wenn sie läuft sie, macht das jetzt auch schon einige Wochen und will das wohl etwas gezielter machen).
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08.06.2009, 13:40
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Maxpuls bei 130? Beitrag #2
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Sprinter
Registriert seit: 18.08.2005
Ort: Schwerte
Beiträge: 1.843
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pulsgurt anziehen, ordentlich anfeuchten, 2 min in ruhe messer, und dann im haus mal 1-2 stockwerke hochsprinten.
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08.06.2009, 13:40
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Maxpuls bei 130? Beitrag #3
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Laufliesl
Registriert seit: 06.03.2006
Ort: Franken
Beiträge: 9.006
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Das klingt nicht nach MaxPuls sondern nach OwnZone ermittlung...
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08.06.2009, 13:53
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Maxpuls bei 130? Beitrag #4
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EisLäufer
Registriert seit: 05.04.2009
Ort: Essen, NRW
Beiträge: 4.463
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@brulp, das ist eine gute Idee. Werde ich mal mit ihr probieren. Antreiben macht eh mehr Spass als selbst zu machen. 
@Fienchen, ja das wäre möglich. Aber was mich eben wundert ist, das sie sagt sie konnte die Beine schon gar nicht schneller bewegen und trotzdem wäre ihr Puls unter 130 geblieben.
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08.06.2009, 14:09
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Maxpuls bei 130? Beitrag #5
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Langstreckenschläfer
Registriert seit: 30.11.2008
Ort: Staufen
Beiträge: 394
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Hallo lightweave,
der (Max)Puls ist bei jedem verschieden. Für den Anfang sagt man so als Daumenregel 220-Alter.
Wie lange macht denn Deine Frau schon Sport? Die Empfehlung mit Puls 130 ist vielleicht auch so gedacht, erstmal den Körper an die Belastung zu gewöhnen,
bevor ich mich an den Maximalpuls herantasten würde. Die "ungefähre" Ermittlung des Maxpuls für einen "Unsportlichen" ist nicht ohne.
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08.06.2009, 14:18
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Maxpuls bei 130? Beitrag #6
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EisLäufer
Registriert seit: 05.04.2009
Ort: Essen, NRW
Beiträge: 4.463
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Die Ermittlung bei ihr wurde ja im Fitnesscenter gemacht. Das machen die dort als Teil der Aufnahmeprozedur. Das müsste ja dann eigentlich unter fachlich kompetenter Aufsicht sein. Allerdings kann es durchaus sein, dass meine Fienchen recht hatte und die nur die Ownzone ermittelt haben. Ich denke mal meine Frau würde da nicht unbedingt den Unterschied erkennen ob das für HFMax ist oder Ownzone wenn ich sie danach frage.
Das der Maxpuls bei jedem verschieden sein kann ist mir auch klar. Wenn ich hier lese das manche gemütlich bei 170 laufen, dann kann ich mir nur an den Kopf greifen vor Schreck.  Das wäre für mich auf jeden Fall schon ein sehr harter Lauf, da frage ich mich was so jemand dann als MaxPuls hat. 
Aber kann der Puls tatsächlich so gravierend unterschiedlich sein? Sie meinte wenn sie versucht die Vorgabe von 130 einzuhalten dann tritt sie die ganze Zeit mit maximal möglicher Geschwindigkeit und kommt trotzdem nicht auf diesen Wert. Das kann ich mir echt nicht vorstellen, aber das werden wir mal ausprobieren und schauen ob das stimmen kann.
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08.06.2009, 14:28
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Maxpuls bei 130? Beitrag #7
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Langstreckenschläfer
Registriert seit: 30.11.2008
Ort: Staufen
Beiträge: 394
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Ich denke aber nicht, dass die den Maxpuls im FC ermitteln, sondern wie schon gesagt den Ownzone-Wert. Puls 130 auf dem Rad kann schon viel sein, kommt auf die Wattzahl an  . Wenn ich gemütlich mit dem Rennrad in der Ebene fahre mit ca. 75 Umdrehungen, habe ich einen Durchschnitt um die 128 Schläge.
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10.06.2009, 10:52
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Maxpuls bei 130? Beitrag #8
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Lebensläufer
Registriert seit: 15.04.2009
Beiträge: 742
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Ob auf dem Radergometer oder Laufen ist ein deutlicher Unterschied. Aber 130 ist auf keinen Fall der Maximalpuls. Den sollte man individuell ermitteln. Dabei besteht aber das problem, daß sich ein Anfänger meist gar nicht so weit belasten kann, daß er näherungsweise an seinen Maximalpuls herankommt. Solange man (als Anfänger) sich beim Laufen noch unterhalten kann, läuft man im richtigen Bereich.
Und zum Thema Fettverbrennungspuls: Das ist einfach Quatsch, der aber leider immer wieder in Fettnessstudios verbreitet wird. Hierzu mal folgender link: http://www.dr-moosburger.at/pub/pub031.pdf
Und als Zitat aus gleicher Quelle: Wer zum Zwecke des “Abspeckens“ ein Training mit “Fettverbrennungspuls“ empfiehlt, hat die Leistungsphysiologie des Intermediärstoffwechsels nicht verstanden. Ein Fettstoffwechseltraining (das ist der korrekte Terminus, nicht “Fettverbrennungstraining“) ist kein “Training zum Fettabbau“, wie es immer wieder vermittelt wird. Es ist ein extensives Ausdauertraining nach der Dauermethode, welches den Zweck hat, die muskuläre Energiebereitstellung unter langdauernder extensiver Belastung zu ökonomisieren. Die arbeitende Muskulatur lernt dabei, die Energie (ATP) überwiegend aus der Fettverbrennung (genauer: der Verbrennung freier Fettsäuren = Betaoxidation) zu gewinnen und damit ihren wertvollen, da limitierten Glykogenspeicher zu “schonen“ [siehe FETTVERBRENNUNG IM SPORT].
Für Untrainierte eine Illusion. Ein Fettstoffwechseltraining entwickelt die Grundlage der Langzeitausdauer und ist somit für Marathonläufer, Radrennsportler, Triathleten usw. wichtig. Mit einem “Abspecken“ hat es nichts zu tun! Das Ausmaß an Fett, das während einer Trainingseinheit “verbrannt“ wird, ist hinsichtlich einer angestrebten Körperfettreduktion irrelevant. Denn hierfür ist, wie bereits oben betont, einzig und allein eine negative Energiebilanz entscheidend - und diese ist ein überdauernder Prozess.
Abgesehen davon ist ein Fettstoffwechseltraining im eigentlichen Sinn für einen untrainierten Adipösen ohnehin eine Illusion, er bringt weder die metabolischen, noch die biomechanischen Voraussetzungen von Seiten seines Bewegungsapparates mit, um eine länger dauernde Ausdauerbelastung zu tolerieren.
“Fettverbrennungspuls“ ist Unsinn. Es gibt also nur ein HF-gezieltes Fettstoffwechseltraining, jedoch keinen “Fettverbrennungspuls“, der dem Abbau von Übergewicht dient. Es braucht keine Pulsuhr, wenn man “abspecken“ möchte!
Damit ich nicht missverstanden werde: Niemand soll sich zu intensiv belasten, die Intensität eines Ausdauertrainings sollte sich immer nach dem individuellen Trainingszustand und der individuellen Leistungsfähigkeit richten. Fest steht aber auch, dass die Vorgabe einer Trainings-HF keinen Sinn macht, wenn sie nur eine unterschwellige Belastung ermöglicht (siehe Kasten). Im Grunde ist eine Pulsuhr nur dann unerlässlich, wenn es darum geht, ein gezieltes Ausdauertraining zu gestalten. Aber selbst dann sollte man lernen, auch die Atmung als Gradmesser für die Belastungsintensität heranzuziehen. [siehe SINN UND GRENZEN EINES PULSGESTEUERTEN AUSDAUERTRAININGS]
Fettverbrennung. Abschließend möchte ich noch richtigstellen, dass die Fettverbrennung im Falle einer extensiven Muskelarbeit nicht erst nach 20 (oder, wie man auch immer wieder lesen oder hören kann, nach 30) Minuten einsetzt, sondern schon von Beginn an besteht. Die muskuläre Energiebereitstellung ist kein Nacheinander, sondern ein Nebeneinander der einzelnen Modi der ATP-Gewinnung in Abhängigkeit der Energieflussrate, die wiederum von der Belastungsintensität bestimmt wird [siehe DIE MUSKULÄRE ENERGIEBEREITSTELLUNG IM SPORT]. Nur bei einer intensiven Belastung von Beginn spielt die Fettverbrennung keine Rolle. Aber das wäre hinsichtlich einer erwünschten Reduktion des Körperfettanteils ohne Belang (siehe oben). Wer die Energiebilanz verstanden hat, wird wissen, dass bei einer höheren Belastungsintensität im gleichen Zeitraum mehr Energie umgesetzt wird als bei einer geringen.
Ein Beispiel aus dem Fitnessstudio:
Zwei übergewichtige Damen um 40 besuchen vier mal wöchentlich ein Fitnessstudio und ”strampeln” dabei jeweils eine Stunde auf dem Fahrradergometer:
• Dame Nr. 1 im Fettstoffwechselbereich mit einer Herzfrequenz von z.B. 110 bis 120/min
• Dame Nr. 2 mit einer etwas höheren Intensität, z.B. bei einer Herzfrequenz von 140 bis 150/min.
Nach zwei Monaten hat Dame Nr. 1, die im vermeintlichen ”Fettabbaubereich” trainiert hat, weniger an Gewicht (besser gesagt Körperfett) verloren als Dame Nr. 2, da diese mit ihrem Training mehr Kalorien verbraucht hat und somit eine negativere Energiebilanz erzielt hat.
Fazit: Damit das ”Fettabbautraining” von Dame Nr. 1 gleich viel Kalorien verbraucht und letztlich gleich viel Fett verbrennt wie bei Dame Nr. 2, müsste sie die Belastungsdauer ihrer zu wenig intensiven Trainingseinheiten deutlich verlängern!
Ein Herzfrequenz-gezieltes “Training zum Fettabbau“, wie es auf vielen Fitnessgeräten angegeben wird, ist somit Unsinn.
Hoffe, daß hilft etwas.
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