jetzt ist es amtlich. In Zukunft werde ich meine Ergebnisse also in der Kategorie M45 suchen müssen und somit war gestern die letzte Gelegenheit, in der angestammten AK zu starten.
Zu meiner großen Überraschung konnte ich dabei meinen ersten AK Sieg verbuchen. Leider jedoch nicht in der AK M40, sondern in der AK W25

, denn meine Laufpartnerin konnte, bzw wollte nicht zum Sylvesterlauf antreten, da sie zur Zeit gerade mitten im Abschlußexamensstreß steckt.
Am Donnerstag kam dann wie erwartet per SMS die Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, beim Sylvesterlauf in Odense mitzulaufen. Erwartet deshalb, weil 1. bin ich die letzten Wochen immer alleine laufen und wußte daher, dass sie nicht gelaufen ist und 2. ist bisher bei jedem Lauf, an dem sie zusammen mit ihrem Freund antreten wollte, ein Startplatz für mich abgefallen.

Ich war etwas im Zweifel, ob ich das Angebot annehmen sollte, da ich erst seit einigen Wochen wieder etwas intensiver laufe und somit läuferisch zur Zeit nicht gerade in Topform bin und eigentlich mußte ich ja auch noch eine größere Sylvesterparty vorbereiten und da wurde es mit einem Lauf um 11:00 doch etwas eng.
Über die HP des Veranstalters konnte ich nicht herausfinden, ob eine Ummeldung noch möglich ist, aber nachdem mir dies mündlich von meinem Mitläufer zugesichert wurde, beschloss ich das Angebot doch anzunehmen, da ich lediglich einen Fahrtkostenzuschuß leisten sollte und so ein Laufevent ist ja allemal lustiger, als eine Tempoeinheit auf der Hausrunde.
In der Nacht vor dem Lauf kam dann eine SMS mit der Mitteilung, dass ich entgegen der ursprünglichen Abmachung doch erst gegen 10:00 abgeholt werde. Das war zeitlich zwar ziemlich knapp bemessen, aber da die Startunterlagen laut Aussage meines Mitläufers ja schon bereit lagen und ich nur noch schnell eine Namensänderung durchführen mußte, war das Ganze nicht vollkommen aussichtslos.
Als wir dann 15 min vor dem Start am Veranstaltungsort eintrafen, eröffnete mit mein Mitläufer, dass wir uns in die doch recht lange Schlange der Startnummernausgabe einreihen mußten

. Somit war das das Projekt Ummeldung gestorben únd ich schaffte es gerade noch rechtzeitig, die Startnummer abzuholen, meine Tasche abzugeben und in die Startaufstellung zu kommen. Zu meiner großen Erleichterung waren zumindest die Namen der Läufer nur gaaaanz klein auf die Startnummer aufgedruckt. So ganz wohl gefühlt habe ich bei dem Start unter falschem Namen nämlich nicht.
Da ich meine Uhr zu Hause liegen gelassen hatte

, mußte ich mich voll und ganz auf mein Gefühl verlassen. Dennoch wollte ich versuchen, den Lauf so zügig wie möglich zu bestreiten. Die Beine fühlten sich auch überraschend locker an und die ersten km verflogen nur so. Nach einiger Zeit war das Tempo zwar immer noch hoch, die Beine inzwischen aber nicht mehr ganz so locker und ich begann mir so langsam Gedanken darüber zu machen, ob ich das Tempo bis ins Ziel würde durchhalten können.
Erleichtert registrierte ich im nächsten Augenblick das 4 km Schild am Wegesrand.

Puh, Hälfte fast schon geschafft. Das müßte eigentlich zu schaffen sein. Beim nächsten km Schild kam dann allerdings die große Ernüchterung. 3 km!

Was bitte soll das denn jetzt?

Daraufhin hab ich erst einmal ein bißchen Tempo rausgenommen, da ich nun absolut keine Vorstellung mehr davon hatte, wie schnell ich war und wie weit ich noch laufen mußte.
Das 5km und das 6 km Schild hab ich dann irgendwie genauso verpasst, wie das 2 km Schild.

Beim 7 km Schild hab ich das Tempo dann vorsichtig wieder etwas angezogen. Jetzt waren ja nur noch 2,x km zu laufen. Zwischen km 8 und 9 bin ich dann wieder zu einigen Leuten aufgelaufen, die mich in meiner langsameren Phase überholt hatten.
Ab km 9 fing es dann so langsam an, ein bißchen unangenehm zu werden. Die Beine waren jetzt überhaupt nicht mehr locker und auch sonst machte sich das Tempo allmählich im ganzen Körper bemerkbar.

Aber jetzt waren ja nur noch wenige km zu laufen und ich war mehr als gespannt auf die Anzeige im Ziel. 43:41 prangte da in leuchtend roten Ziffern

. Das war mehr als überraschend. Ich bin zwar vor einigen Wochen hier mal ne 9,4 km Runde in ca 47 min gelaufen, aber dass ich bei einer höheren pace 10 km würde durchhalten können, das hab ich mir nicht wirklich vorstellen können. Alles in allem also ein höchst erfreulicher Abschluß für das Laufjahr 2011.
Gelaufen bin ich dann heute auch noch, so ca 5 km. Das Bier und die Schachtel Zigaretten von gestern mußte ich ja irgendwie wieder los werden

.
Nachher werde ich dann wohl noch ein paar Gewichte stemmen, während der Rest der Familie sich Pirates of the caribbean reinzieht, denn den Schrott kann ich mir beim besten Willen nicht ansehen.
lg