Hallo, der späte Winter hats geschafft: Mit der Skispitze im Schnee stecken geblieben und der Rest von mir fuhr weiter den Hang hinab, wie auf ner Streckbank. Mein 1. Gedanke war: Ist ja noch mal gutgegangen. Es hat zwar geknackt, aber ich bin danach noch 3 km zum Bahnhof gelaufen, vorher sogar noch af nen Berg gestiegen, mit mäßigen Schmerzen, aber voll funktionstüchtig. Nur ging am nächsten Morgen gar nichts mehr, Schüttelfrost und Knie nicht mehr als 90° beugen. MRT-Auswertung kommt am Montag (Ich Glückliche! Bin dazwischengerutscht, trotz 3 Monate Wartezeit). Werde also Montag wissen, ob Zerrung oder Bänderriss. Kann man das an der Art des Sturzes eigentlich orakeln? Also, es hat zwar geknackt, aber was mich so hoffnungsvoll stimmt, ist, dass ich danach noch so gut laufen konnte.
Jetzt nach 1 Woche kann ich schon wieder leidlich gehen (nur 1 Krücke) und mit bißchen Mühe auch Treppen steigen, wenn ich keine Drehbewegungen mache, ist alles bestens! Und in 2,5 Wochen ist Spreewaldmarathon, schon alles gebucht und bezahlt, heul! Ob ich nicht wenigstens nen halben darf? Was für Erfahrungen habt Ihr mit Pausieren und Wiederanfangen? Wollte aber ne Marathon-Oma werden (bin jetzt 40) und mir keinen Dauerschaden holen. Ob ich das durchhalte? Bin endorphinsüchtig und es lief gerade so gut, 30 km im Training und hinterher pudelwohl!
In einem Sportmedizinbuch aus der Bibo hab ich gefunden: 8-12 Tage ruhigstellen, dann Gymnastik / Aquajogging, ne Regenerationswoche mit Hometrainer und Kraulschwimmen und nach 3-4 Wochen wieder wettkampfreif. Deckt sich das mit Euren Erfahrungen? Irgendwie juckts mir in den Beinen für n bißchen Gymnastik, dann kanns doch nicht verkehrt sein, oder?
Wenn ich mir überlege, dass ich beinahe in der Radiologie nicht drangekommen wär, OP- und Orthopädentermine sind auch Mangelware... das Stadtmarketing chmückt sich doch auch mit uns Volksläufern, nur bei verletzungen können wir zusehen, wo wir bleiben.
Im Moment kühle und salbe ich nur und hab ne einfache Bandage.
Danke, mußte mich mal ausheulen.