Ja, aber schau her, folgendes.
Beim Dynamischen Krafttraining sollte man ja ohnehin über den vollen ROM trainieren, dH den vollen Bewegungsradius ausnutzen.
Somit kommt es nach jeder Verkürzung des Muskels in der konzentrischen Phase, zu einer Dehnung des Muskels in der exzentrischen Phase.
Es ist ja nicht so, dass nach einer Krafttrainingsübung der Muskel "kürzer" geworden ist, lediglich der Muskeltonus ist erhöht.
Das ist leider ein Irrglaube der immer noch durch die
Fitness landschaft geistert.
Du hast allerdings recht, natürlich ist Dehnen wichtig, allerdings kommt es auf den richtigen Zeitpunkt.
Zu einem weiteren Auseinanderziehen der Mikrotraumen der Muskulatur kommt es hauptsächlich nach schweren Kraftbelastungen, weniger hingegen beim laufen, daraus lässt sich schliessen, dass du nach dem laufen schon ohne weiteres dehnen kannst, beim intensiven Krafttraining allerdings solltest du die Dehneinheit aus oben genannten Gründen an einen anderen Tag verschieben.
Nach einem intensiven Krafttraining kommt es bekannterweise zu einer schwer katabolen Stoffwechselsituation in der der Körper hauptsächlich bemüht ist, die Gewebsverletzungen und Muskelmikrotraumen zu reparieren, deswegen auch die Regeneration , um nicht in ein Übertraining zu gelangen.
In dieser katabolen Reparierungsphase (und anschließender Superkompensation) kommt man dem Körper sehr entgegen wenn man ihm mit vermehrter Durchblutung durch Auslaufen, Ausradeln beim Wiederaufbau hilft.
Durch Dehnen und nur noch weiter auseinanderreissen der Mikrotraumen allerdings, erweise ich meiner Muskulatur allerdingskeinen großen Dienst.
Vollamplitudig trainieren (volle Gelenskbeweglichkeit) gepaart mit dynamischem Dehnen (SChwunggymnastik, ausholendes Aufwärmen) , verkürzt einen Muskel auf Dauer weniger als jeden Tag brav zu dehnen, dafür aber immer nur statisch (Salamander und andere Perversitäten) und teilamplitudig zu trainieren.
Sei dir das klar sein
Liebe Grüße aus Österreich