Zitat:
Zitat von klappergestell
Im August 05 schrieb mich ein "werter Herr" ein bissi schräg aber lieb im Nachbarforum an.
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du bist aber nachtragend

aber es freut mich, dass dich meine "flöhe" auf die beine gebracht haben.

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ok, einige hier wissen meine "laufzeit" bis zum ersten marathonlauf! aber jetzt peinlich genau die langatmige story aus meinen aufzeichnungen (bin halt beamter

):
erstmals in die laufschuhe stieg ich im mai 1983 und bis ende des jahres ein etwas planloses rumgerenne. meist zu schnell, daher zu kurz. oft erkältet oder auch verletzt. das kam auch von der vorsätzlichen schwächung durchs verlieren von 10 kg in einem jahreszeitraum.
im jahr 1984 wurde dann in lauftreffs solider gelaufen. normales tempo und weiter. erster wettkampf war der stadtlauf über 10 km mit einer für mich(!) fantastischen einstiegszeit. als nächstes kam ein vierteljahr drauf die teilnahme als gast beim 5-km lauf der sparkasse in MUC, in deren lauftreff ich jede woche mitdackelte. nochmals eine mich überraschende zeit. weiter mit den 10 km von karlsfeld, dem crosslauf in der aubinger lohe (der damals wirklich noch einer war) und dann mit dem sylvesterlauf 94/95. im Jahr 95 wurde es langsam "ernst". nach einer dummen verletzung an der vorfüßen (ja, "man" laufe einfach mal auf gefrorenem boden an zwei tagen hintereinander 21 km im wald

) und ein paar wochen heimgeleiten der todkranken mutter bis zum ende, tat ich mir die vorbereitung zum ersten 25 km-wettkampf am tag vor meinem 40en *tag an (halbmarathon war noch nicht "offiziell"). ok, 1:52 h. ein monat darauf "so aus dem training" beim stadtlauf der sogenannte halbmarathon, der in münchen lange etwa 20,5 km lang war, 1:26 h laut stempelkarte

. diese beiden längeren läufe ließen in mir die erkenntnis reifen, dass es da ruhiger zugeht als bei so hektischen 10ern!

dann las ich die 85er-ausgabe des "marathon-training" von manfred, dem älteren steffny (zeitschrift "spiridon") und verkündete lauthals in der umgebung, dass ich mal so quasi aus neugier mal ein marathontraining versuche. damals war man ja mit solchen bestrebungen fast noch ein exot (hi roady!), wenn ich da an gestern in berlin denke...

). nach einem weiteren wettkampf während der vorbereitung (25 km = 1:46 h, karlsfeld) war ich für ende oktober in nürnberg angemeldet (den gibt es nicht mehr, leider!). das waren dann eine kleine runde auf der "Insel Schütt" und vier runden a 10 km!

etwa 1100 starter. startschuss per alter kanone. hinter mir liefen die ersten ins ziel, als ich in die letzte runde ging, einfach die härte. dieselbe gänshaut wie bei großen marathons und im ziel mit 3:38 h das gefühl wie supermann! zum platt sein war ja die zeit danach da!!!

also zur frage: zweieinhalb jahre, davon ein dreivierteltes vertrödelt. das hat mich aber trotzdem stabiler und härter gemacht.
wie gesagt, von der mehr oder weniger verspürten mauer (trainingszustandabhängig) sehe ich vieles anders als vorher (die eigenen "probleme", schwierigkeiten des alltags, müßige mitarbeiter, mimosen im umfeld

, ja, und was weiß ich). genauso wie es mir mein damaliger mitarbeiter und laufmentor (er hat nie "missioniert", nur tipps auf anfrage) vorausgesagt hat.....