Hallo Leute,
der eine oder andere kennt mich ja bereits aus anderen Foren. Da ich hier nun schon ein wenig gelesen habe und das Forum ganz gut finde, habe ich mich entschlossen auch ein Tagebuch zu eröffnen.
Hier also kurz zu mir.
Ich bin der Peer. Bin 42 Jahre alt und bin seit fast 2,5 Jahren Läufer. Ende 2004 wog ich noch um die 110 kg bei 1,8 m Größe, rauchte, ernährte mich ziemlich ungesund und war wegen des Streßes auf Arbeit auf dem besten Weg zum ersten Herzinfarkt.
Durch eine Wette kam ich zum Laufen. Meine Firma nahm damals ziemlich aktiv am Ruhrmarathon teil. Dort wettete ich, dass ich schneller laufen kann beim 4,3 km langen Firmenlauf, als ein Kollege. Somit war ich für 2005 angemeldet. Als ich dann Anfang 2005 anfing zu laufen, kam ich ganz gut klar und ratz fatz schaffte ich eine Stunde durchzulaufen. Somit meldete ich mich für den Halbmarathon an. Am 17.04.2005 lief ich dann mienen ersten HM beim Karstadt-Ruhrmarathon und schffte die für mich damals gute Zeit, von 2:09 Std. Die Massen am Straßenrand machte mich laufsüchtig und seitdem laufe ich ununterbrochen. Seitdem habe ich insgesamt 6 Halbmarathons gelaufen und meine Bestzeit vom letzten Jahr liegt bei 1:47 Std.
Letztes Jahr lief ich dann in Berlin meinen ersten Marathon, er leider ein klein wenig zum Fiasko wurde. Ich Idiot wollte natürlich unter 4 Stunden laufen und jeder sagte mir, dass ich das mit der HM-Bestzeit locker schaffen werde. Da hatte ich aber die Rechnung nicht mit der doppeöten Distanz gemacht, wo man viel mehr beachten muß als beim Halbmarathon. In Berlin kam dann dr Einbruch bei Kilometer 24 und ich kämpfte mich "auf allen Vieren"

in einer Zeit von 5:11 Std ins Ziel.

Ich habe vieles bei der Vorbereitung falsch gemacht, bin meistens zu schnell gelaufen und habe zu wenig langsame Läufe im Niedrigpulsbereich gemacht. Somit wurde die Fettverbrennung nicht trainiert und als die Glykogenspeicher alle waren, war Pumpe.
Das haute mich aber nicht um und ich meldete mich sofort für den Karstadt-Ruhrmarathon 2007 an, wo ich vieles anders machen wollt.
Den Lauf bin ich dann am 13. Mai dieses Jahres gelaufen. Dort nahm ich mir dann als Volksläufer vor, schmrzfrei anzukommen (zumindestens mit erträglichen Schmerzen

) und deutlich unter 5 Stunden zu bleiben. Die Strecke war ja auch vom profil schwieriger weil bergiger alsin Berlin.
Der Lauf wurde so geil und ich konnte bei meinem 2. Marathon das erste mal richtig dieses Feeling geniesen, was es nur im Marathon gibt.
Den lauf beendete ich dann in 4:37 Std und wenn die letzten 8 km nich steil bergauf gegangen wäre, dann hätte ich es auch unter 4:30 geschafft. Das war mir aber sowas von egal

und ich zehre heute noch von den Glücksmomenten die ich beim Ruhrmarathon bekommen habe.
Dieses Jahr möchte ich dann noch am 30.09. in berlin laufen und die Schmach vom letzten Jahr umzudrehen

. Schauen wir mal wie es wird.
Im Moment laufe ich so 2-3 mal die Woche, 20-30 km. Ab Anfang Juli steige ich dann in die unmittelbare Marathonvorbereitung ein. Da werden dann mehr Kilometer geknüppelt!!!

Viele Grüße
Peer