Hallo allerseits,
Seit Jahren ärgere ich mich, dass ich es nicht schaffe, längere (und manchmal selbst kurze) Strecken mit 75% Maximalpuls zu laufen (bei mir sind das 150 bpm), wie das ja wohl zumindest für einzelne Einheiten sinnvoll ist. Was einigermaßen klappt ist zwischen 75% und 80% gemütlich zu Laufen, wie das für die Grundlagenausdauer sein soll. Allerdings klappte das selten über Strecken von 10-15km oder mehr. Je länger ich laufe, desto schwieriger wird es normalerweise unter 160 bpm zu bleiben. - Bis heute. Heute war es anders.
Nach ca. 18 km langsamer Dauerlauf bei etwa 154-160, schien der Puls "plötzlich" öfter unter 150 zu fallen, just zu dem Zeitpunkt als ich Anfing die Ermüdung in den Beinen zu spüren. Wie gesagt: die 150 sind irgendwie eine magische Grenze für mich und ich war baff, dass ich sie plötzlich trotz Erschöpfung hin und wieder unterschritt (im Durchschnitt war es wohl eher 152, während es zuvor eher 158 oder 160 waren - bei subjektiv gleichem Laufgefühl.)
Zuerst habe ich mich gefreut, weil ich dachte, das ist ein zeichen, dass sich meine Grundlagenausdauer verbessert. Aber dann dachte ich daran, dass das besondere am heutigen Lauf vor allem war, dass ich nicht morgens sondern nachmittags gelaufen bin und ausserdem den ganzen Tag kaum was gegessen hatte. Vielleicht war es also pure Erschöpfung? Aber warum geht der Puls an anderen Tagen trotzdem hoch, obwohl ich mich ähnlich erschöpft fühle?
Es würed mich interessieren, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder jemand sich mit Herzfrequenztraining auskennt.
Christoph
P.S. Ich habe der Einfachheit halber mal die Geschwindigkeit außen vor gelassen (die misst meine Polar Uhr auch), aber es ist natürlich so, dass ich gegen Ende eines langen Laufs auch langsamer laufe. Das interessiert mich aber nicht so sehr da ich bei diesen langen Läufen nach Puls trainiere und ich versuche, das subjektive Laufgefühl/Anstrengung konstant zu halten.