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Alt 30.01.2010, 12:10   Streakrunning Beitrag #9
Wesergebirgsläufer
Trail Liebhaber
 
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Ort: 32423 Minden
Beiträge: 9
Lächeln Der 15. Streak Tag

Wau, was für ein Tag. Eigentlich wollten wir heute zur „Musikschau der Nationen“ in den AWD Dom nach Bremen fahren. Aber schon gestern zeichnete sich ab, dass wir wohl richtiges Sauwetter kriegen. Genau so kam es dann auch. Heute Morgen fing es an zu schneien. Laut Wettervoraussage sollen am Nachmittag bis zu 25 cm Neuschnee fallen.
Nein, da hab ich keinen Bock 100 km nach Bremen hin und des Nachts über vereiste und verschneite Pisten zurück zu fahren.
Also Alternativen suchen. Na klar, laufen gehen. Mal wieder auspowern bei Schnee- und Schneeregen. So richtig im matschigen Untergrund. Je mehr ich darüber sinnierte umso größer wurde das Verlangen. Mit oder ohne Hunde? Ich beschloss ohne. Da hatte ich aber die Rechnung ohne Bonnie gemacht. Sie umtüdelte mich, gab Küsschen. Dann hob sie mir die rechte, dann die linke Pfote entgegen, tatzte mich. Dazu diese großen Augen. Nein, dann kann keiner widerstehen.
Ich zog mich richtig warm an. Unterhemd, T-Shirt, Fließjacke. Dann eine Winterjacke und darüber noch die K-way Regenjacke. Das sollte wohl für angenehme Temperaturen sorgen.
Eine etwas dickere Jogginghose schütze die Beine. Aber da bin ich am unempfindlichsten.
Frohgemut fuhren Bonnie und ich zum Sperrtor. Mein Etrex Vista HCx programmiert und dann liefen wir los. Bereits nach 260 Metern, am Stromkilometer 107 hatte ich pitschenasse Füße. Toll, bei 0°C Außentemperatur nicht gerade schön, aber man kann es überleben.
Der Schnee am Boden blieb liegen, der Untergrund war noch matschig. Jeder Schritt ein Risiko, rutsch ich, oder rutsch ich nicht. Schnell bekam ich ein Gefühl dafür, wie ich den Fuß aufzusetzen hatte. So kam ich dann in den passenden Ultraschlappschritt.
Am Spülfeld bei km 109 kam zum Schneefall immer mehr Eisregen hinzu. Der Wind schob von hinten und trieb uns ostwärts. Hier liefen wir auf ein verliebtes junges Paar auf. Eng umschlungen wanderten sie, mit Rucksack bepackt und in Begleitung eines Schäferhundes, auf dem Leinpfad entlang. Sie erschraken richtig als ich an ihnen vorbei lief. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass bei dem Sauwetter auch noch andere „Verrückte“ unterwegs sind.
Wir grüßten uns freundlich, die Hunde sich auch, und dann liefen wir weiter.
Gestern liefen wir 12,41 km. In meinem Kopf geisterte diese Zahl immer wieder herum. Heute soll es mehr werden. Auch bei dem Wetter. Ich begann zu rechnen. Stromkilometer 112 wäre ein Weg etwas über 5 km. Also den Punkt passieren und sehen, wie weit wir kommen. Zurück, dann sind es knapp 10, 5 km. Das ist kein Maß für heute. Egal, den Punkt erst einmal erreichen und dann weiter sehen.
Der Schnee wurde immer nasser und der Untergrund zur Matschpampe. Aber bei Stromkilometer 112 war ich noch super drauf. Mein Heimatsender unterhielt mich mit bester Musik. Die Stimmung wurde noch besser.
Gut, das ich mich so dick eingemummelte hatte. Die Kälte und der Wind konnten mir nichts antun. Heute ist mein 15. Tag, an dem ich jeden Tag gelaufen bin. An alte Zeiten bin ich noch nicht wieder dran. Aber ich bin auf dem richtigen Weg.
Grinsend ließ ich km 112 hinter mir. Das nächst lockere Ziel wird der km 113. Toll das hier alles so schön und millimetergenau ausgeschildert ist. Jeder volle Kilometer, alle 100 Meter und als Besonderes alle 500 Meter ein Schild mit Plus Zeichen. Die Angaben stimmen genau mit meinen GPS-Daten überein. Man brauchte eigentlich kein GPS, kann mühelos die Kilometer genau errechnen.
Bonnie bestimmt genau so fröhlich wie ich auch. Nichts konnte sie ablenken, sie will nur vorwärts. Ich brauche nur direkt hinter ihr her laufen, dann hab ich garantiert den besten Weg unter den Füßen. Sie hat da einen Riecher für.
Km 113 wurde locker erreicht. Nichts konnte uns bremsen. Die Wege wurden immer schlechter und es schneite immer noch. Wir ließen den Ort Rusbend hinter uns und links von uns begann der Schaumburger Wald. Malerisch sah er aus, in ein wundervolles Weiß getaucht. Hier hab ich manche Hitzeschlacht erlebt. Lauferinnerungen mit den Läufern des TuS Kleinenbremen standen mir vor Augen. Viele kleine nette Erinnerungen. Ein wunderschöner Lauftag heute.
Das nächste Ziel, der Stromkilometer 114. Mal sehen, wie wir uns dann fühlen. Von dort hin und zurück wären gut 14, 5 km. Nein, da legen wir mindestens noch einen drauf. Bis km 115. Das war das Ziel. Ein schönes Gefühl, wieder so laufen zu können. Dazu bei diesem Wetter.
Ich bin zutiefst glücklich.
So erreichen wir die Wendemarke bei km 115. Bonnie schaut mich verdattert an, als ich um das Schild herumlaufe und es dann wieder zurückgeht. Sie wäre gerne noch weiter geradeaus gelaufen. Auf den letzten Metern merkte ich aber, dass mir unter dieser dicken Schicht Bekleidung ganz schön das Wasser lief. Ich bekam Durst. Aber wozu hätte ich bei so einem Wetter und dann auf einer Strecke unter 20 km etwas zu trinken mitnehmen sollen? Eigentlich ein Anfängerfehler und ich schwor mir Besserung.
Wir waren noch nicht weit gekommen, da fühlte ich erst einmal, wie heftig doch der Gegenwind, der direkt auf uns zukam, wirklich ist. Au man, das hatte ich mir nicht so schlimm vorgestellt. Egal, der lange Rückweg begann. Jetzt muss ich meine mentale Stärke ausspielen. Erinnerungen an einen Lauf Weihnachten vor 10 Jahren. Da hatte ich so ein Sauwetter auf 20 km Länge hier erlebt.
Die kleinen Schneegraupeln wurden langsam auf den Augen lästig. Es tat schon ein wenig weh. Ich zog die Mütze weiter ins Gesicht. Das schaffte etwas Linderung. Der Durst wurde immer größer. Meine Kanne grüner Tee tauchte vor meinen Augen auf. Was hätte ich dafür gegeben, wenn mir die jemand bringen würde.
Wir erreichen km 113. Nur noch 6 km. Ich wollte es ja nicht anders. Ein Mann mit einem Terrier kommt uns entgegen. Der schaut uns merkwürdig an. Aber ich sehe wohl auch wie der Yeti aus. Die Mütze, die Gurtbänder vom Rucksack, alles mit Eis überzogen. Der Schnurrbart völlig vereist. Muss wohl komisch aussehen. Er hält krampfhaft seinen Terrier fest, der uns am liebsten in der Luft zerreißen will. Darum ist er jetzt wohl auch gerade hier, weil hier bei so einem Sauwetter für den Giftköter wohl keine Gefahr besteht. Aber so kann man sich irren.
Der Adrenalinstoß hat gut getan, hat mich aus dem Trott gerissen und erweckt.
Dann ist auch schon km 112 erreicht. Mitten im Hafen von Rusbend. Das heißt, noch 5 km. Die normale Hausstrecke. Auch das gibt Auftrieb. Die schafft man immer, egal wie schwer der Weg auch wird.
Der Durst wird immer quälender. So ein Gefühl hab ich lange nicht mehr gehabt. Deutlich spüre ich, wie ich langsamer werde. Ein kleiner Tiefpunkt baut sich auf. Die nassen Füße werden kälter. Die Zehen sind eiskalt. Egal wie es mir geht. Ich muss schneller werden, den Stoffwechsel anregen, damit ich wieder wärmer werde.
Bei km 111 bin ich wieder im alten Trott. Der kleine Tiefpunkt ist hinter uns geblieben. Die inneren Temperaturen fühlen sich wieder besser an. Die letzten 4 km können mich nicht mehr erschüttern.
Bonnie merkt man nichts an. Sie ist eine begnadete Läuferhündin. Wahrscheinlich sind das die Gene ihres Vaters, der ein Dalmatiner war, oder die der Mutter, einer Labrador Hündin. Eigentlich sind die Vorraussetzungen von beiden Seiten gut.
Auf dem Weg sieht man jetzt keine Spuren mehr, wir legen die erste Fährte. Über dem Schneematsch von vorhinnen liegt nun eine schöne weiße Decke. Die Dämmerung kommt ziemlich schnell. Ich lenke mich ab, indem ich Eindrücke sammele. Das gelingt sehr gut. Ab und zu hört man einen Schuss in der Ferne. Die Jäger sind auch bei so einem Wetter aktiv.
Das Ziel kommt unermüdlich näher. Der letzte Kilometer wird ein innerlicher Triumph. All die widrigen Bedingungen zum Trotz haben Bonnie und ich 17,19 km gelaufen.
Ein Lauf, der mir bestimmt in guter Erinnerung bleibt.
Wesergebirgsläufer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2010, 10:27   Streakrunning Beitrag #10
RunningWild
Laufbursche
 
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Beiträge: 1.424
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Toller Bericht, der bei mir richtig Lust aufs Laufen weckt. Danke dafür, ich werde heute nach der Arbeit gleich die Schuhe schnüren.
RunningWild ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2010, 16:49   Streakrunning Beitrag #11
Wesergebirgsläufer
Trail Liebhaber
 
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Beiträge: 9
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Das freut mich, wenn ich Dich motivieren konnte.

MfG

-Rainer-
Wesergebirgsläufer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2010, 19:59   Streakrunning Beitrag #12
Wesergebirgsläufer
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Ort: 32423 Minden
Beiträge: 9
Lächeln Nachtlauf am Idaturm am 24. / 25.04.2010

Gestern, am 23.04.2010 bin ich ja auf dem „Jobst von Palombini“ Marathon Rundkurs um den Idaturm fünf Runden gelaufen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mein Auto sozusagen direkt an der Strecke parken und mich aus dem Auto heraus verpflegen. Alleine das hat schon viel Wert und erleichtert das Leben ungemein. Diese fünf Runden reichten, um sich doch so einige Gegebenheiten der Laufstrecke einzuprägen.

Nun hab ich ja heute am 24.04.2010 meinen einhundertsten Streaktag. Ein Grund, diesen Tag würdevoll ausklingen zu lassen. Mal wieder einen langen Lauf machen, am liebsten durch die Nacht. Ulrike war zwar wieder bange, da ich so alleine durch die Nacht laufen will, aber ich konnte sie beruhigen, versprach das Handy immer in Reichweite zu haben und sie anzurufen, wenn ich da bin.

So startete ich dann um 21:40 von zu Hause in Richtung Bückeburger Bergbad. Dort parkte ich ziemlich weit unten, da hier die Straße noch beleuchtet ist und zwischen anderen Autos fällt meines nicht so auf. Hat natürlich den Nachteil, dass ich jedes Mal zum Auto einen längeren Weg habe, als gestern. Aber was machen die paar Meter aus, bei dem, was ich laufen möchte. Die 5,816 km lange Runde möchte ich gerne acht Mal durchlaufen, das wären dann 46,528 km.

Um 22:04 Uhr ist es dann soweit. Ich drücke den Startknopf des Navi, die GPS Erfassung läuft. Das Wetter ist vom allerbesten, keine Wolke am Himmel, außer den Kondensstreifen der Flugzeuge, die den Himmel bevölkern. Der Mond ist gut zwei Drittel voll und spendet ausreichen Licht. Die Stirnlampe brauch ich noch nicht. Meinen Rucksack hab ich dabei, nur um einen sicheren Platz für meine Papiere und den Fotoapparat zu haben. Die ersten beiden Runden brauch ich noch nichts trinken, das hol ich mir dann, wenn ich es für nötig halte.

Im MP3 Player höre ich meinen Heimatsender mit meiner Lieblingsmusik. Ein schöner Laufabend nimmt seinen Anfang.

Gedankenversunken und in die Musik vertieft bin ich schon fast einen Kilometer im tiefen Wald, da bemerke ich plötzlich zwei leuchtende Augen vor mir. Ich erschrecke leicht, greife an den Kopf und schalte die Lampe an. Im Lichtkegel steht ein großer Schäferhund vor mir. Schnell erfasse ich die Situation. Die beiden Damen zwanzig Meter hinter dem Hund leuchten nun auch mit Taschenlampen. Man gut, das ich keine Angst vor Hunden habe. Ich spreche das Tier an das dann freudig wedelt. Die Damen entschuldigen sich bei mir, dass sie mich erschreckt haben. Aber ich winke ab. Wer rechnet denn auch damit, dass hier nachts noch einer läuft, oder einer mit Hund Gassi geht. Gemeinsam lachen wir über dieses ungewöhnliche Aufeinandertreffen und dann trennen sich unsere Wege wieder.

Ich trabe weiter genieße das herrliche Laufwetter. Die Wahl der Laufsachen war anscheinend genau richtig, nicht zu warm, nicht zu kalt. Am „Ruhe Wald“ vorbei komme ich dann an einen schönen Aussichtsplatz, dem Bensen Platz. Benannt nach einem berühmten Badearzt aus Bad Eilsen, der dort gewirkt hat. Einen super tollen Ausblick hab ich hier zum Wesergebirge. Auf halber Berghöhe zieht sich das von rasenden Autos gebildete Lichterband in der Ferne auf der A2 entlang. Die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Ich verharre hier einen Moment und freue mich, das ich da nicht mit meinem Auto zwischen stecke, sondern hier laufen darf.

Das Telefon klingelt und Ulrike ist am anderen Ende. Ich schildere ihr meine Eindrücke und beruhige sie noch einmal. Es gibt wohl nicht viele, die begreifen, was einen Läufer nachts in den Berg treibt. Ulrike gehört da auch zu, obwohl sie es ja oft genug mit mir schon erlebt hat.

Aber schweren Herzens lässt sie mich dann doch immer wieder ziehen. „Danke, mein Schatz, ich liebe Dich“.

Weiter geht es. Ein wunderschöner Hohlweg kommt nun. Aber aufpassen, hier kann man leicht stolpern. Es geht alles gut und ich komme zur Kreuzung, rechts ab nach Bad Eilsen, links hoch zum Idaturm. Ich kämpfe mich diesen elend langen Anstieg hoch, der 500 Meter vor dem Turm noch mal ein kleines Stück eben verläuft um sich dann wieder in einen Anstieg umzuwandeln. Ich bin jetzt dicht vor dem Turm, kann in der Ferne schon die Flugsicherungsleuchten blinken sehen. Aus Bad Eilsen dringt laute Festmusik zu mir herüber. Dort tobt das Leben und ich genieße hier die Einsamkeit des Langstreckenläufers, den leuchtenden Mond und den Uhu, der noch Alarm Signale gibt. Die Natur schläft noch nicht ganz, wird aber ruhiger.

Ich mache mir Gedanken über den Turm. Dort ist ja eine Gaststätte drin, die allerdings jetzt schon geschlossen ist. Niemand wohnt in dem Turm. Wenn da nun mal irgendwelche Ganoven einbrechen wollen und ich als ausgepumpter Läufer da drauf zukäme, was dann wohl passiert. Aber Gott sei Dank ist nichts passiert, alles nur Gedanken. Man sollte immer auf solche Zwischenfälle gefasst sein, denke ich so.

Ich erkenne nun das Profil des Turmes, kein Licht ist mehr an, alles gottverlassen, nur ich bin hier, am höchsten Punkt der Strecke. Ich freue mich, dass ich so schönes Wetter habe und laufen kann.

Es beginnt der lange Abstieg. Da der Weg nicht gerade als einfach zu bezeichnen ist, schalte ich nun die Stirnlampe an. Das ist mir doch sicherer.

Von gestern weiß ich, dass ich hier viele kleine Steinchen mit den Schuhen aufhebe und mir diese damit fülle. Darum erkor ich die Bank, die fast am Ende des Abstiegs in einer Mauer eingelassen ist, als „Laufschuhentleerungspunkt“. Acht mal hab ich mich dort niedergelassen, um die kleinen Steinchen aus den Schuhen zu entfernen.

Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich gut im Rennen liege. Ich muss dran denken, vor 00:00 Uhr Pause zu machen und diesen Lauf als Streak des heutigen Tages zu speichern. Da müsste ich die zweite Runde noch locker vor 00:00 Uhr schaffen.

Genau so kommt es dann auch. Am Ende der Runde laufe ich zum Auto und verpflege mich. Essen brauch ich nichts, aber eine kleine Flasche Apfelsaft in den Rucksack und eine wird ausgetrunken. 12,97 km bin ich heute gelaufen, mal sehen wie es „Morgen“ weiter läuft. Noch bin ich frohen Mutes.



Nach dem Tageswechsel begebe ich mich wieder auf die Strecke. Ein leichter Wind hat eingesetzt, die Kondensstreifen sind am Himmel verschwunden und auch die Tierwelt hält nun Ruhe. Ich kehre in mich und genieße die „Einsamkeit des Langstreckenläufers“, die mich nun voll trifft, im Positiven.

So verlaufen die nächsten Runden gleichmäßig und ohne Probleme. Nach der fünften Runde wird es noch etwas windiger. Ich laufe zurück zum Auto und ziehe mir trockene Sachen an, denn eine Erkältung wegen falscher Kleidung möchte ich mir nicht einfangen.

Der Mond ist weiter gewandert und es wird deutlich dunkler im Wald. Nun muss ich die Stirnlampe die ganze Zeit an lassen.

So laufe ich hier insgesamt acht Runden, die sich mit den Zusatzschleifen zum Auto auf insgesamt 49,7 km summieren. Fast genau sieben Stunden bin ich unterwegs. Für den heutigen Tag, dem 25.04.2010 ergeben sich 36,75 km. Aber das wichtigste, ich habe keinen Einbruch erlebt, obwohl ich nichts gegessen habe, pro Runde nur eine kleine Flasche Apfelsaft getrunken habe. Ich bin sehr gleichmäßig gelaufen, bin kein einziges Mal gewandert, jeden Anstieg gelaufen. Aber am Tempo muss ich noch feilen, das ist einfach so. Nur da hab ich keine richtige Lust zu.

Zum morgentlichen Salatteller bei unseren „Sonntagsmorgenfrühstückstammtisch“ gönnte ich mir heute noch einen „Strammen Max“ und eine Hühnersuppe.

Muskelbeschwerden oder lahme Beine ?? Nichts, auch jetzt, wo ich hier sitze und schreibe. Ich fühle mich top fit.

Man was hat der Jobst mir für einen Floh ins Ohr gesetzt.

Gruß aus dem Weserbergland
-Rainer-
Wesergebirgsläufer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2011, 21:48   Streakrunning Beitrag #13
Blade1980
I bring it!
 
Benutzerbild von Blade1980
 
Registriert seit: 18.05.2011
Ort: Frankfurt-Fechenheim
Beiträge: 387
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Mich würde es interessieren was für Vorteile ein täglicher Lauf über 1,6km hat/bringt?
Blade1980 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2011, 18:59   Streakrunning Beitrag #14
Sunnie
Streaker in Babyschuhen
 
Benutzerbild von Sunnie
 
Registriert seit: 17.02.2010
Beiträge: 12
Standard

Also ich bin erst ganz kurz dabei, sehe für mich aber diese Vorteile:

- geringer täglicher Aufwand, gut in den Arbeitsalltag integrierbar
- tägliche Gewohnheit verhindert das Verschieben auf morgen
- wenn mal keine Lust, Motivation durch "heut ist doch schon Tag Nr xy" und "dauert ja nicht lang"

PS: tolle Berichte, Rainer, danke!

Geändert von Sunnie (22.05.2011 um 19:17 Uhr)
Sunnie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2011, 13:01   Streakrunning Beitrag #15
0815Runner
Lebensläufer
 
Benutzerbild von 0815Runner
 
Registriert seit: 15.04.2009
Beiträge: 728
Standard

Zitat:
Zitat von Blade1980 Beitrag anzeigen
Mich würde es interessieren was für Vorteile ein täglicher Lauf über 1,6km hat/bringt?
Die täglichen 1,6 km bringen sicher nicht wirklich etwas. Aber sie sind ja auch nur als Lückenfüller gedacht, damit die Streak nicht reißt.

Interessant finde ich dabei, dass tägliches Laufen als etwas Besonderes angesehen wird. Denn eigentlich ist der Mensch von der Evolution her genau darauf vorbereitet. Nämlich täglich lange Stecken gehend und laufend zurückzulegen.

Tägliches Laufen ist eigentlich der Normalzustand. Dann funktionieren der Körper und seine Organe am besten. Viele Krankheiten und Gebrechen könnten damit vermieden werden.

man stelle sich mal vor: alle würden jeden Tag mehrere Km laufen. Grassierende Arbeitslosigkeit bei Physiotherapeuten, verhungernde Ärzte, welch ein Grauss.
0815Runner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2011, 13:13   Streakrunning Beitrag #16
kolibrii
Läuft mit einer BergENTE
 
Benutzerbild von kolibrii
 
Registriert seit: 25.11.2008
Ort: OWL / Warburg - Porta Westfalica
Beiträge: 1.394
Standard

Zitat:
Zitat von 0815Runner Beitrag anzeigen
Tägliches Laufen ist eigentlich der Normalzustand. Dann funktionieren der Körper und seine Organe am besten. Viele Krankheiten und Gebrechen könnten damit vermieden werden.
So ist es. Es gehört dazu wies Zähne putzen.

Stand von gestern: 260 Tage
kolibrii ist offline   Mit Zitat antworten
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