Der erste Praxistest ist Geschichte.
https://plus.google.com/u/0/photos/1...39090266585970
Um 14:30 ging es los. Anhänger mit 4 ltr Wasser, Verpflegung und ein bisschen sonstiges Gepäck (Gesamtgewicht ca 12kg) angeschnallt und vom Lahntal hoch auf die Höhen des südlichen Westerwaldes, die man rechts im Hintergrund auf dem Bild noch sieht. Instgesamt knapp 33km und knapp 700 hm bergauf, 50% geschotterte Waldwege, 20% glatte Waldwege und 30% Asphalt.
Die Strecke laufe ich nicht zum ersten Mal, aber zum ersten mal seit zwei Jahren, der erste Lauf über 20km seit über einem Jahr. Es ist also verständlich, dass ich mit längeren Gehpausen am Ende gerechnet habe beim Start.
Testergebnis (Ku
P.Snststoffreifen):
- auf flacher Strecke ist der Anhänger kaum spürbar. (Für mich) normales Laufen um 6 min/km problemlos möglich. Wer extrem anferst, würde ein Problem bekommen, bei meinem Tempo (und das ist ja auch das Langstreckentempo und Laufstil) gibt es keine Anhängerberührung. Bei einer Tour durchs Münsterland ist das Teil jedem Rucksacktransport überlegen.
- bergab ebenso problemlos.
- Sobald die Piste wellig, schotterig wird, erzeugt das zerren am Heck. Bleibt die Anbindung des Schlauchs am Bauchgurt locker, stören die Stöße nicht weiter, ich spüre keine Belastungen am Bereich der Wirbelsäule. Eine strammere Anbindung wölbt den Gurt und der drückt dann die Wirbel. Obwohl die Stöße dann deutlich schwächer werden keine gute Lösung.
- Wurzeltrails gehen mit dem Zweirad definitiv nicht. Bei Einmündungen und Auffahrt auf den nicht abgesenkten Bürgersteig ist der Anhänger zwei mal gekippt (Drehung um 180 Grad). Das hat keine Folgen, Bürgersteigkanten kann man aber nur mit Schrittgeschwindigkeit angehen, wenn man sie schräg anschneidet.
- bergauf ist langsames laufen mit weniger Schwingungsstößen verbunden als schnelles gehen.
Fazit: Obwohl ich die Strecke eigentlich nicht drauf habe, geht es mir besser als bei vielen alten langen Trainingsläufen, was auch am dem bewusst langsamem Tempo liegt. Statt 4:12 + Pausen bin ich 2009 die Strecke in 3:30 gelaufen. Allerdings mit 8kg weniger Gewicht und einem besseren Trainingzustand. Das Laufen mit dem Anhänger macht einen unabhängig von der Verpflegungsmenge, lange Streckenläufe auch im Sommer werden ohne Verpflegungsprobleme möglich, vor allem auf flachem Geläuf. Bergauf kann man das zusätzliche Gewicht natürlich deutlich spüren.
Die Strecke:
https://plus.google.com/u/0/photos/1...40587688263234
Die Version hat sicher noch Verbesserungspotential, ist aber für den geplanten Einsatzzweck schon brauchbar. Ich werde versuchen, die Strecke in dieser Woche mit dem Anhänger wieder in die andere Richtung laufen und dann versuchen, das den Sommer so weiterzuführen, um wieder in Marathon Form zu kommen.
Gruß
Wilbert
P.S. Laufleine ist eine gute Idee, werde dem nachgehen....