na, vielleicht ändere ich den Titel ja auch noch.
Jedenfalls werde ich hier nicht regelmäßig über meine Trainingsaktivitäten bereichten, dazu sind die mir selbst zu langweilig, morgens zur Arbeit und abends wieder zurück.
Damit ein bisschen klarer wird, warum ich das hier schreibe, erst einmal eine Zusammenfassung meiner "Laufgeschichte".
Ich bin Ende 2004 zum ernsthaften Laufen gekommen, nachdem ich ab 2001 durch Radfahren etwas 25kg abgenommen hatte und zur Vermeidung von Anhäufung von Winterspeck eine Ausgleichssportart beginnen wollte. Sport in geschlossenen Räumen ist nicht mein Ding, so habe ich das Auto oben auf den Lahnhöhen stehen lassen und bin zur Arbeit ins Lahntal ab 2003 gewandert und ab Herbst 2004 auch stückchenweise gelaufen. So kommen 300 km/Jahr zusammen.
Damit wäre ich auch für den Rest meines Lebens zufrieden gewesen, wenn nicht ein Kollege und erfahrener Läufer mich angesprochen hätte, ob ich nicht Lust auf einen Lauftreff nach der Arbeit hätte. Nach 4 Wochen waren wir nur noch zu zweit, und er erzählte mir von seinen Plänen, kurz vor der Rente noch einmal einen Marathon laufen zu wollen, bei der Premiere des Mittelrheinmarathons sozusagen vor unserer Haustür. Ich als Einzelgänger in einer Horde schwitzend sinnlos von A nach B laufender Menschen, nie im Leben. Aber ich sagte zu, ihn ein Stück auf dem Trainingsweg zu begleiten. Nach weiteren 4 Wochen war ich angemeldet und es waren von 6 Montate Vorbereitungszeit. Ohne irgendeine Ahnung von Trainingsprogrammen lief ich hechelnd hinter ihm her, konnte am Abendbrottisch vor Muskelkate nicht mehr aufstehen und musste feststellen, das es meiner Frau überhaupt keinen Spaß macht, mich als rollende Verpflegungsstation auf langen Läufen zu begleiten. Sie wollte lieber selber laufen.
Im Juni 2005 war ich fit für 3:30 + x, laufe im Herbst 2004 meinen bisher letzten Marathon nach viel Radfahren ohne Vorbereitung. 2006 ist ein Jahr ohne eigene Wettkampfambitionen, meine Frau läuft ihren ersten HM. Mein Laufkollege geht nicht nur in Rente, sondern hat auch ein kaputtes Knie und kommt bis heute nicht so richtig in die Gänge.
Für 2007 habe ich mir dann aber wieder etwas vorgenommen. Seit 4 Jahren plane ich eine große Radtour, zwar nur 10 Tage Zeit aber 2.000 km mit vielen Alpenpässen auf der Strecke und Start/Ziel an der Haustür im Westerwald. Neben dem Rad und der Ausrüstung braucht man für so eine Tour auch jede Menge Kondition und Sitzfleisch. Das ist sozusagen mein Geburtstagsgeschenk zum 50'ten, obwohl ansonsten Geburtstage nicht wichtig sind. Aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, die Urlaubsorte der Kindheit aufzusuchen und dabei die Touren machen, die mein jetzt 90 jähriger Vater wegen Kinderlähmung immer nur mit dem Auto machen konnte.
Zur Motivation und zur Kontrolle der Kondition hatte ich mir Ende 2006 einen Landschaftslauf auf dem Rheinsteig ausgesucht (siehe Signatur), der Termin sollte mir dabei helfen, im Winter den Trainingsumfang hoch und das Wintergewicht niedrig zu halten. Das hat wegen einer 4 wöchigen Erkältungspause im Februar leider nicht funktioniert.
Ab März musste ich die Grundlagenausdauer komplett neu aufbauen und Ende April war das Gefühl krank zu sein zwar überwunden, aber beim radfahren und laufen musste ich mich auf gewohnten Strecken doch sehr quälen.
Status Quo:
Jetzt Ende April verfalle ich ein wenig in Panik. Das Gewicht ist definitiv für einen Berglauf zu hoch (und damit auch für die Radtour, auch wenn ich es da zu Anfang nicht so merke) und die Ausdauerfähigkeit und Dauerlaufgeschwindigkeit (> 1,5h) zu gering.
Was tun?
Ich werde hier notieren, was ich in den 6 Wochen vor dem Berglauf so unternehmen und auch das Gewicht nicht verschweigen, denn ich brauche jetzt die "Öffentlichkeit", um mir da nicht selbst etwas vorzumachen. Wenn das keinen interessiert, ist das nicht so schlimm, den es hilft mir schon, es aufzuschreiben. Jedenfalls folgen jetzt die 4 Wochen der Wahrheit mit einem für mich hohen Trainingspensum und langen Fahrten und Läufen.
Ausgangsbasis:
Mo. 23.4.07, Tag - 42
Radfahren 6:05 51km 200hm 1:53h 27,8km/h 2 Grad 94,6kg
Radfahren: 16:05 51km 450hm 2:15 22:67km/h 20 Grad 91,8 kg
Kalt, leichte Probleme mit Sattel und Hüfte. Neuer Ledersattel muss noch eingefahren werden, hoffe ich. Nachmittgs angenehm warm, leichter Seitenwind. Locker gefahren, an Steigungen zurückgeschaltet. Die letzten Hügel taten in den Waden weh. Der Sattel verursacht Hüftschmerzen.
Woche Rad 102 km Laufen 0km 650hm