Ich kann mich mittlerweile wohl schon fast als Experte im Aquajoggen bezeichnen. Seit einem Jahr mache ich es regelmäßig zwei- bis dreimal wöchentlich, meistens eineinhalb bis zwei Stunden, aber auch selten mal bis zu vier Stunden. Angefangen habe ich damals wegen einer Fußverletzung, mittlerweile ist es vor allem eine regenerative Einheit. Wobei man bei Bedarf auch gut anstrengende Programme absolvieren kann.
Man braucht ein Becken, wo man nicht mehr stehen kann, und einen Schwimmgürtel für den Oberkörper (zum Beispiel
hier). In einigen Schwimmhallen kann man sich vielleicht solch einen Gürtel ausleihen. Und falls man Gefallen am Aquajoggen findet: teuer sind die Gürtel nicht (ab 20 Euro). Wichtig ist, beim Aquajoggen auf eine möglichst aufrechte Position zu achten, ebenso auf den Armeinsatz wie beim Laufen an Land. Die Beinbewegung ist gegenüber dem Laufen an Land leicht verschieden: in der Regel hebt man die Beine im Wasser höher an.
Der große Vorteil von Aquajoggen ist, dass die Sehnen und Bänder im Vergleich zum Laufen an Land geschont werden. Gerade deshalb eignet es sich hervorragend als Ersatztraining bei vielen Verletzungen.
Der wesentliche Nachteil ist die Eintönigkeit, gerade falls man es allein macht. Im Gegensatz zum Radfahren auf der Rolle kann man hier schlecht nebenbei Fernsehen oder Musik hören. Also am besten eine(n) Freund(in) zur Begleitung, und sei es durch langsames Schwimmen, überreden Ich habe das Glück, dass ich häufig mit einer Vereinskameradin aquajoggen und nebenbei plaudern kann. Die anderen Male sind wirklich langweilig.
Das Aquajoggen ist noch sehr wenig verbreitet, zumindest außerhalb von speziellen Kursen. Zum Anfang kann man sich daher auf viele neugierige Blicke gefasst machen