Was 2007 misslang, sollte also 2008 gelingen: Die „Sainsbury Medal“ für ein Finish sub 5 h.
Waren es 2007 noch die insgesamt widrigen Wetterbedingungen: Gegenwind mit Böen von z.T. 90 km/h und für die zweite Hälfte Temperaturen nahe 30 Grad, war es 2008 günstiger: Winde „nur“ um 45 km/h, aber überwiegend von der Seite und als Schiebewind und Temperaturen von anfangs 16°, dann 25°. Nur die letzten 6 km sind dann eine Strecke der Leiden, weil Sonne pur und bergauf. Kenner der Strecke werden wissen, dass man Chapman’s Peak (8 km bei ca 6% Steigung und wieder runter) noch verhältnismäßig gut läuft, dass aber nach der Marathonmarke (3:37:27) der Aufstieg zu Constantia Nek (6 km bei 8%, maximal 12% Steigung und eben wieder runter) kommt und eigentlich die Prüfung beim Two Oceans ist. Hat man Constantia Nek erreicht, beginnen die 6 km der Leiden bis zum Ziel. Constantia bergab bin ich 6 km mit hohem Risiko voll gelaufen, was sich dann aber ausgezahlt hat. Die letzten zwei km bin ich dann mehr aus Angst, mein Ziel erneut zu verpassen, in einem 5er Schnitt bergauf gesprintet. Um dann die letzten 300 Meter der Zielgeraden auf dem Gelände der University of Cape Town im Schritttempo zu genießen (wenn man das so bezeichnen will). Schlussendlich ist es eine 4:59:46 für die 56 km bei 664 Höhenmeter (auf) und 584 Höhenmeter (ab) geworden. Das Projekt „Sainsbury“ ist damit abgeschlossen. Das nächste: „blue number“ und dafür reichen gemütlichere Zeiten.
Im August wird dann die nächste Herausforderung sein: New Mexico Marathon, ein Höhenmarathon auf rund 2400 Metern Höhe und Wüstenklima
Grüße bleisocke