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Laufsport - Ernährung & Gesundheit

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Alt 18.04.2007, 11:41   Wadenschmerzen Beitrag #1
exana
Krabbelgruppler
 
Registriert seit: 17.04.2007
Beiträge: 3
Standard Wadenschmerzen

Wie schon in meiner Vorstellung angekündigt musste ich vor einiger Zeit das Laufen an den Nagel hängen.
Bis vor etwa 2 Jahren lief ich so gut wie täglich ca. 4km ohne Probleme.
Da ich mein ganzes Leben vorher bis vor etwa 5 Jahren wegen eines Herzfehlers nie Sport getrieben habe (ich war auch immer vom Schulsport befreit) musste ich mich natürlich erstmal langsam an die Sache herantasten und konnte nicht gleich loslaufen....soviel Puste hatte ich garnicht.
Mit immer steigenden Intervallen "schaffte" ich es dann aber, eine halbe Stunde am Stück zu laufen, es passte in meine Runde und ich war echt stolz auf mich.
Zwar war es vorher oft ein Angang, aber hinterher war ich immer froh, mich doch aufgerafft zu haben.
Aber nun zum Problem......irgendwann fing es an, dass bereits nach wenigen Minuten beide Waden schmerzten.....trotz ausreichender Dehnübungen vorher.
Es fühlte sich nicht an wie Muskelkater und auch nach dem Laufen hatte ich keine Probleme mehr. Ich ging dann ein Stück, bis es wieder besser war und lief weiter, bis ich wieder gehen musste.
Das exerzierte ich etwa ein halbes Jahr......zuerst denkt man ja, das ist nur vorübergehend und hört schon wieder auf.........aber es hörte nicht auf, es wurde immer schlimmer bzw. die Abstände in denen ich laufen konnte wurden immer kürzer.
Um dann endlich mal was zu unternehmen ging mein erster Weg in ein Sportgeschäft, um zu testen, ob ich auch die richtigen Schuhe habe.
Nach einer Laufanalyse sagte man mir jedoch, dass es der optimale Schuh wäre.
Sicher hätten sie mir auch was anderes sagen können, denn sie wollen ja verkaufen........also Fehlanzeige, das wars schonmal nicht.
Dann bin ich zum Hausarzt, um meine Blutwerte überprüfen zu lassen...auch die vorbildlich, kein Magnesiummangel und auch sonst alles o.k.
Mein nächster Weg war der zum Orthopäden. Sportmediziner und ebenfalls Jogger hatte von diesem Problem noch nie gehört und sagte dann, dass es ein sogenanntes Kompartmentsyndrom sein könnte.
Das sich bei diesem evtl. Schädigungen an den Nerven zeigen könnten, überwies er mich zum Neurologen...aber auch da stellte sich keine Schädigung der Nerven in den Beinen fest.
Ich bekam dann 2 Staffeln je 6 Mal Krankengymnastik, wo meine Waden massiert wurden.
Das Laufen sollte ich bis auf weiteres erstmal ganz einstellen.
Nach diesen Massagen versuchte ich es dann nochmal.......und nichts hatte sich gebessert.
Bei einer Podologin war ich zwischendurch auch noch...sie meinte, das Problem ließe sich sicher durch Dehnübungen der Ferse beheben, da ich verkürzte Sehnen habe.
Inzwischen stellte ich dann aber fest, dass ich die Schmerzen auch schon beim schnellen gehen bekam..........und noch schlimmer war es, wenn ich bergauf ging.
Natürlich könnte ich damit leben wenn man mir sagt, ich könnte nicht mehr joggen...da sich die Probleme aber auch schon auf den normalen Alltag übertrugen wollte ich keine Ruhe geben....es musste doch eine Ursache dafür geben.
Ich hatte dann manchmal das Gefühl, dass es eine Art Blutstau in den Waden sein könnte...dass die Venen nicht durchlässig genug sein könnten...und ging zum Gefäßchirurgen.
Aber auch da wurde nichts derartiges festgestellt..........alles wunderbar............und mit jedem Arztbesuch der nichts aufklärte war ich frustrierter.
Dann strich wieder ein halbes Jahr ins Land bis ich von einer Freundin den Tip bekam, mal zu ihrem Osteopathen zu gehen.
Für mich hatte diese Berufsgruppe bis dahin immer etwas von "heilen durch Handauflegen" zu tun und irgendwie konnte ich nicht so recht glauben, dass er da was findet, was auch sonst niemand gefunden hat.
Naja....ich sprach mit meinem Ortopäden und er verschrieb mir also nochmal 6 mal Krankengymnastik mit osteopathischer Abklärung bei einem Osteopathen in der Nähe.
Der Vorteil dabei ist, dass die Krankenkasse diese Kosten übernimmt, weil es sich offiziell um Krankengymnastik handelt.
Der erste Besuch bei ihm bestand aus Fragen zu meiner bisherigen Krankheitsgeschichte, allgemeines über Verdauung...und er legte tatsächlich die Hände auf....testete meine Bewegungen, hielt meine Arme in die Höhe und hinter meinen Rücken......und das wirklich alles ganz sanft und leicht.
Er sagte mir dann nach diesen....für mich seltsamen Untersuchungsmethoden, dass er denkt, mein Problem in den Griff zu bekommen.
Es wäre bei mir so, dass Blase, Gebärmutter und Darm nicht in der Körpermitte sind........und durch diese Verschiebung wären Nerven, die dazwischen liegen, beschädigt oder eingeklemmt...und das wären genau die Nerven, die in die Waden gehen...............klingt doch einfach oder?*g*.
Dass das so ist läge daran, dass ich in meinem Körper irgendetwas kompensiere und es dadurch wohl schon seit Jahren zu diesen Blockaden kommt.
Heute war ich zum 5. Mal bei ihm........ich liege auf der Liege, er testet vor der Behandlung immer wieder an Beinen, Füßen und Händen....ob alles "frei" ist......"massiert mir dann über die Bauchdecke den Darm (was teilweise ganz schön unangenehm ist)..........aber ich kann inzwischen zumindest schon wieder schnell gehen ohne Schmerzen.
Zudem hatte ich vor einem halben Jahr auch eine Schleimbeutelentzündung in der Hüfte, die mein Ortopäde mit einer Spritze behandelte......die Schmerzen kamen jedoch wieder.....ich hatte sie immer nur Nachts, wurde wach weil ich nicht ,mehr auf der Seite liegen konnte und musste mich drehen.
Diese Hüftschmerzen sind jetzt auch nur noch gering, manchmal merke ich nächtelang garnichts..........und die Erklärung des Osteopathen passt natürlich auch dazu.
Da mein Darm mehr zur einen Seite verlagert war, drückte er auf die Hüfte..........und das führte zu dieser Entzündung.
Klingt irgendwie alles logisch..........und ich muss sagen, dass ich....obwohl ich vorher nicht dran glaubte sehr verblüfft darüber bin, was er bis jetzt geschafft hat.
Ich werde versuchen, nochmal ein neues Rezept zu bekommen...denn ganz fertig ist er noch nicht...........und dann wieder versuchen mit dem Joggen anzufangen.
Und vielleicht ist meine Geschichte eine kleine Hilfe für diejenigen, die sich mit den gleichen Symptomen rumschlagen und nicht weiterwissen :-).
exana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2007, 21:23   Wadenschmerzen Beitrag #2
km-fresser
Alibiläufer
 
Registriert seit: 25.03.2007
Beiträge: 403
Ausrufezeichen

Hier noch ein interessanter Link zu Wadenschmerzen:

Sportarzt Dr. med. R. Ziegler aus Heppenheim
km-fresser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2007, 21:38   Wadenschmerzen Beitrag #3
musici2000
Sportabzeichenüber
 
Registriert seit: 24.08.2006
Beiträge: 1.489
Standard

Klingt interessant, exana, was du da schreibst. Berichte bitte, wie es weitergeht. Ich wünsche dir, dass dir der Osteopath so helfen kann, dass die Wadenschmerzen und vielleicht auch andere Probleme nicht mehr auftauchen.
musici2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2007, 08:21   Wadenschmerzen Beitrag #4
BerndR
Sprinter
 
Registriert seit: 07.12.2005
Ort: Bassum
Beiträge: 1.674
Standard

Zitat:
Naja....ich sprach mit meinem Ortopäden und er verschrieb mir also nochmal 6 mal Krankengymnastik mit osteopathischer Abklärung bei einem Osteopathen in der Nähe.
Der Vorteil dabei ist, dass die Krankenkasse diese Kosten übernimmt, weil es sich offiziell um Krankengymnastik handelt.
Guter Tipp.

Gruß Bernd
BerndR ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2007, 14:17   Wadenschmerzen Beitrag #5
exana
Krabbelgruppler
 
Registriert seit: 17.04.2007
Beiträge: 3
Standard

@ BerndR: Hee...wir haben ja am gleich Tag Geburtstag ;-)!

Habe gestern ein weiteres Rezept für den Osteopathen bekommen.
Ich sagte meinem Orthopäden, dass die Behandlung sehr gut anschlägt und er meinte nur, wenn er mir schon nicht helfen könne sollte ich da ruhig weitermachen .
exana ist offline   Mit Zitat antworten
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